Wenig Tops und gute Stimmung in Chamonix | Ergebnisse Lead-Weltcup

Beim Lead-Weltcup in Chamonix erwarteten die Athletinnen und Athleten schwere Oldschool-Routen und ein extrem großes Publikum im Schatten des Mont Blanc.

Beim vierten von sechs Lead-Weltcups der Saison 2025 kamen Erinnerungen an vergangene Jahre hoch: Nicht nur waren mit Alex Megos und Stefano Ghisolfi zwei altbekannte Gesichter gemeldet – auch die Routen in Chamonix kamen dieses Mal ohne viele der gewohnten New-School-Elemente aus.

Gute Stimmung, schwere Routen

Die Schwere der Routen spiegelte sich in der – vor allem im Vergleich zu Innsbruck – geringen Zahl an Tops wieder: Im Halbfinale toppte keiner der Herren die Route, bei den Damen gelang dies lediglich der US-Amerikanerin Annie Sanders.

Sanders toppte als einzige Athletin im Halbfinale (Bild Jan Virt/IFSC)

Im Finale der Damen starteten die jeweils acht Athletinnen und Athleten vor dem wohl bisher größten Publikum der Saison. Vor allem die Unterstützung der beiden französischen Finalistinnen Zélia Avezou und Camille Pouget durch die Menge war deutlich hörbar.

Raboutou verpasst Podium, McNeice holt 4. Saison-Medaille

Obwohl sich das Publikum im Damenfinale ohne ein Top zufriedengeben musste, blieb es spannend bis zum Schluss: Nach ihrem Highpoint durfte die Koreanerin Chaehyun Seo während Sanders‘ Aufholjagd zittern. Deren Versuch endete nur einen Griff vor Seos Bestmarke, was ihr schließlich die zweite Goldmedaille ihrer Lead-Saison bescherte.

Finalergebnisse der Damen (Bild IFSC)

Brooke Raboutou, die für Chamonix ihre laufenden Felsprojekte pausierte, verpasste trotz solider Performance und eines frühen Highpoints knapp das Podium auf Rang 4. Die Britin Erin McNeice holte mit Platz 3 ihre insgesamt zweite Bronzemedaille und ihre vierte Medaille der Saison 2025. Sie stand damit bei allen bisherigen Lead-Weltcups auf dem Podium.

Anraku erneut in Topform

Im Finale der Herren bescherte Japans Favorit Sorato Anraku der Menge das einzige Top des Abends. Fast wäre dies allerdings auch den Zweit- und Drittplatzierten gelungen: Sowohl Alberto Ginés López als auch Filip Schenk fielen jeweils beim letzten Zug.

Auch im Lead kaum zu bremsen: Japans Sorato Anraku(Bild Jan Virt/IFSC)

Neben der gewohnt starken Finalpräsenz Japans sicherte sich der Italiener Schenk in Chamonix überraschend seine erste Weltcup-Medaille im Lead. Der Schweizer Jonas Utelli kletterte vor einem begeisterten Publikum in seinem zweiten Weltcup-Finale, nachdem er in Wujiang knapp den Einzug verpasst hatte.

Finalergebnisse der Herren (Bild IFSC)

Flohé, Megos & Nagel scheiden im Halbfinale aus

Bei den deutschen Starterinnern und Startern schaffte es Yannick Flohé zwar in die Top 10, verpasste aber um zwei Plätze das Finale. Alex Megos verbesserte sich von seinem 21. Platz in Innsbruck auf Rang 17, einen Platz vor Teamkollege Yannick Nagel.

Das war wohl nix in ChamoNix. Meine Saison ist vorbei.

Alex Megos

Das Halbfinale der Damen fand ohne deutsche Präsenz statt (Anna Apel Platz 38, Mia Guttenberger Platz 61, Martina Demmel Platz 65).

Kommendes Wochenende wird der vorletzte Lead-Weltcup der Saison in Madrid ausgetragen. Die spanische Hauptstadt ist dabei erstmals Gastgeber eines IFSC Events.

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Credits Titelbild: Jan Virt/IFSC

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