Wie schwer ist »Iron Curtain« 9a+(/b)? – Alex Megos sichert sich die zweite Wiederholung der Flatanger-Perle

Es scheint als sei in Flatanger Low Gravity angesagt. Nach Kangaroos Limb und einigen Boulder Projekten sendet Alex Megos Iron Curtain. Über den Schwierigkeitsgrad ist er sich aber unentschieden. 

Mit oder ohne Kneepad

Die Linie im Granitmeer von Flatanger wurde 2013 von Adam Ondra erstbegangen und 2022 von Seb Bouin wiederholt. Ondra kletterte die Route ohne Kneepads und bewertete sie mit 9b. Seb wiederum kletterte mit Kneepads und vergab den Grad 9a+. 

Alex betont auf Instagram wie außergewöhnlich Adam Ondras Begehungen 2012 und 2013 waren, da er alle Linien die er in Flatanger erstbegangen ist ohne Kneepads kletterte und trotzdem »nur« mit 9b bewertete. 

»Es gibt nicht viele Kneebars in der Route, aber der eine in der Crux macht einen riesigen Unterschied« berichtet Megos. Statt eines 8A+ Boulder, wie bei Ondras Begehung sei es mit dem Pad eher eine 7C/+. »Vom Boden aus macht das die Route natürlich deutlich leichter.«

Alex Megos in Iron Curtain | Bild: Benjamin Schelker
Alex Megos in Iron Curtain | Bild: Benjamin Schelker

Die schönste Linie in Flatanger

Laut Alex unterteilt sich die Route in 3 Schlüsselstellen: Direkt nach dem Anker der ersten 7a Seillänge folgt ein Abschnitt mit 15 Zügen die alle knüppelhart sind. Danach folgt ein Rest und darauf die eigentliche Crux von Iron Curtain. Im klassischen Flatanger-Finish endet die Route dann pumpig und schwer. 

Der Grad ist selbst für Alex schwer einzuschätzen. Er hofft auf mehr Wiederholungen der Linie, damit man sich über die Bewertung einig werden kann. 

Ich hab um ehrlich zu sein keine Ahnung. Für eine 9a+ hat es sich – verglichen mit den anderen Linien der Höhle – schwer angefühlt, aber mit den Kneepads war es auch sicher keine 9b.

Alexander Megos

Fest steht für ihn aber: Iron Curtain ist eine der besten Linien, die er in Flatanger geklettert ist. »4 von 5 Sternen. 5 geht leider nicht – weil’s halt nicht im Frankenjura ist« schreibt er zum Schluss seines Instagram Posts. 

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Credits: Titelbild: Benjamin Schelker

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