Luka Potocar siegt in Koper vor Sascha Lehmann, Ai Mori schlägt Janja Garnbret

Am IFSC-Weltcup in Koper gewann der 20-jährige Slowene Luka Potocar sein erstes Weltcup-Gold. Auf den zweiten Rang kletterte der Schweizer Sascha Lehmann. Bei den Frauen sorgte die Japanerin Ai Mori für eine Überraschung: Sie schlug bei ihrem Comeback im Wettkampfzirkus die Haushohe Favoritin Janja Garnbret.

Der erste Weltcup der International Federation of Sport Climbing (IFSC) in Koper, Slowenien, ging gestern Abend im Plus Climbing Koper vor Tausenden von begeisterten Fans zu Ende. Der 20-jährige slowenische Kletterer Luka Potocar sicherte sich die erste Weltcup-Goldmedaille seiner Karriere – und dies noch vor Heimpublikum. Als drittletzter Startender holte Potocar eine Punktzahl von 30+.

Sascha-Lehmann-Koper-Silbermedaille
Der Schweizer Sascha Lehmann schrammt in Koper nur knapp am Gold vorbei und gewinnt Silber. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

Ebenfalls 30+ erreichte der Schweizer Sascha Lehmann, der damit aufgrund seiner schlechteren Platzierung im Halbfinale den zweiten Platz belegte.

Yannick Flohé aus Deutschland komplettierte als Dritter das Podium und fügte dem Boulder-Gold, das er Anfang des Jahres in Brixen gewonnen hatte, eine Bronzemedaille hinzu.

Knapp ausserhalb des Podiums landete der Japaner Ao Yurikusa auf dem vierten Platz, gefolgt vom Olympiasieger von Tokio 2020, Alberto Ginés López aus Spanien, der Fünfter wurde, und drei weiteren japanischen Athleten: Taisei Homma, Yoshiyuki Ogata und Satone Yoshida, die die Plätze sechs, sieben und acht belegten.

Highlights aus den Halbfinals

Japanerin Ai Mori schlägt Favoritin Janja Garnbret

Was aus slowenischer Sicht als grossartiger Abend begann, entwickelte sich im Frauenfinale dann aber nicht zum perfekten Abend. Die haushohe Favoritin Janja Garnbret verpasste die Chance, ihr fünftes Lead-Weltcup-Gold des Jahres 2022 zu gewinnen, als sie auf halber Strecke ausrutschte und hinter der Japanerin Ai Mori auf Platz zwei landete.

Ai-Mori-Koper-Gold
Starkes Comeback: Die 18-jährige Japanerin Ai Mori gewinnt Gold. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

Die 18-Jährige aus Ibaraki, Japan, kehrte nach einer dreijährigen Pause in den Wettkampfzirkus zurück. Bei ihrer ersten Teilnahme an einem IFSC-Event, dem IFSC Combined Qualifier in Toulose, Frankreich, war sie im Dezember 2019 ganz oben auf das Weltcup-Podium geklettert. Den Weltcup im slowenischen Koper beendete Ai Mori ebenfalls mit Gold. Der Japanerin gelang eine Punktzahl von 30+, während Favoritin Garnbret mit 27+ abschloss.

Brooke Raboutou aus den USA, die ihre sechste Weltcup-Medaille der Saison gewann, wurde Dritte und holte mit 23+ Bronze.

Podium-Frauen-Koper
Ai Mori gewinnt im Slowenischen Koper vor Favoritin Janja Garnbret und der Amerikanerin Brooke Raboutou. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

Die Olympiateilnehmerinnen Seo Chaehyun aus Südkorea, Jessica Pilz aus Österreich und Mia Krampl aus Slowenien standen auf den Plätzen vier, fünf und sechs auf dem Podium. Natalia Grossman aus den USA wurde Siebte, während Hélène Janicot aus Frankreich bei ihrer ersten Endrundenteilnahme in der Saison 2022 Achte wurde.

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Credits: Titelbild: Dimitris Tosidis/IFSC

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