Cresciano: Zufahrt verboten / Lösungen gesucht

Vor wenigen Tagen kommunizierte das Patriziato di Cresciano in einer offiziellen und öffentlichen Meldung das Fahrverbot zum Bouldergebiet. Erinnerungen an den vergangenen Winter werden wach.

Die Geschichte ist nicht neu. Schon anfangs Jahr montierte das Patriziato di Cresciano Tafeln, auf denen die Kletterer und übrigen Besucherinnen des Gebiets darum gebeten wurden, die Parkplätze im Dorf zu benutzen und das Fahrverbot zu respektieren. Doch das Verbot wurde von zahlreichen Kletterern missachtet. Daraufhin wurden Polizeikontrollen durchgeführt, um der Sache Nachdruck zu verleihen. Anscheinend half auch das nicht.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte das Patriziato di Cresciano eine Meldung und bittet zum wiederholten Mal, das Fahrverbot zu respektieren und die Parkplätze im Dorf zu benützen.

Wie schon in unseren Meldungen vom Januar und Februar 2021 rufen wir die Klettercommunity auf, das Fahr- und Parkverbot zu respektieren und die Parkplätze im Dorf zu benutzen.

Aufruf zu konstruktiven Vorschlägen

Den aktuellen Aufruf, das Fahrverbot zu respektieren, ergänzt das Patriziato interessanterweise mit folgender Formulierung: „Wir arbeiten an einer praktikablen Lösung, die die Bedürfnisse aller berücksichtigt und es ermöglicht, das Gebiet mit seinen Attraktionen auf praktikable Art und Weise zu erreichen.“ Gleichzeitig ruft das Patriziato di Cresciano Engagierte auf, sich mit konstruktiven Ideen via E-Mail zu melden: [email protected]


Wer oder was ist das Patriziato di Cresciano?

Die Alpstrasse zwischen dem Dorf Cresciano und dem Steinbruch (Cresciano sul Sasso) sowie die meisten Boulderblöcke liegen auf dem Grund und Boden des Patriziato di Cresciano. Das Tessin zählt über 200 sogenannte Patriziati, die im Besitz umfangreicher Ländereien sind. Bei den Patriziati handelt es sich um Körperschaften des öffentlichen Rechts, in der Deutschschweiz mit den Burgergemeinden zu vergleichen.

Offizielle Meldung des Patriziato di Cresciano vom 15. Oktober 2021

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Credits: Titelbild Google Maps

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