Adam Ondra: Ich muss Speed einfach vergessen

Im Interview mit Francis Sanzaro von Gym Climber spricht Adam Ondra über die Olympischen Sommerspiele, mentale Stärke und was er am Klettern generell liebt.

Am IFSC Weltcup in Salt Lake City führte Francis Sanzaro ein ausführliches Interview mit Adam Ondra. Während man in den vergangenen zwei Jahren das Gefühl hatte, Adam Ondra gewinne der Kletterdisziplin Speed etwas Positives ab, so äussert er sich in diesem Interview ziemlich klar – und kritisch.

Er habe sich entschieden, an den Olympischen Sommerspielen teilzunehmen, doch er habe sich nicht entschieden, Speed zu klettern. Speedklettern sei nicht Klettern, Speedklettern sei Rennen. Und Adam Ondra sagt auch klar und offen, dass er schlicht und ergreifend meilenweit von den anderen Olympia-Teilnehmern entfernt ist, was Speedklettern anbelangt.

Egal wie hart ich Speedklettern trainiere, ich bin immer meilenweit von den anderen entfernt. Und das ist frustrierend.

Adam Ondra

Adam Ondra wird Wettkampfpause einlegen

Im Interview spricht Adam Ondra zudem über den Umstand, dass er das Felsklettern während zwei Jahren der Olympiavorbereitungen stark zurückfahren musste. Er hat, wie er im Interview sagt, lange auf den richtigen „Kletterlebensstil“ verzichtet. Sein Alltag war voll und ganz vom Trainingsplan vorgegeben.

Ich möchte wieder mehr mit dem Flow gehen. Morgens aufstehen und mich fragen, auf was ich heute Lust habe und erst dann entscheiden.

Adam Ondra

Nach den Olympischen Sommerspielen wird Adam Ondra konsequenterweise während mindestens einem Jahr an keinen Wettkämpfen mehr teilnehmen und sich aufs Felsklettern konzentrieren.

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Credits: Titelbild Gym Climber / Francis Sanzaro

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