Alexander Megos wiederholt Sharma-Route Sleeping Lion schlägt 9b vor

Dem deutschen Profikletterer Alex Megos ist die erste Wiederholung der Route Sleeping Lion gelungen. Er schlägt im Gegensatz zum Erstbegeher Chris Sharma 9b als Grad vor.

Sie haben so einiges gemeinsam, Chris Sharma und Alexander Megos. Beide gehören zur Weltspitze des Klettersports, beide sind Kletterhallenbesitzer, und beide gesponsert von Tenaya sowie Petzl. Viel wichtiger aber: Beide haben die Route Sleeping Lion gepunktet. Erstmals frei geklettert hat die Linie Chris Sharma, zu Jahresbeginn gelang nun auch Megos die freie Begehung der imposanten Linie.

Danke, Chris, für eine weitere geniale Linie!

Alexander Megos

Chris Sharma beim Projektieren der Route Sleeping Lion

Sleeping Lion befindet sich im Sektor El Pati bei Siurana, unweit von anderen Highend-Routen wie La Rambla oder La Reina Mora. Die Route ist 54 Züge lang, anhaltend und spektakulär. Rund eineinhalb Jahre projektierte Sharma die Route intensiv, bis ihm am 28. März der Durchstieg gelang. Als Bewertung gab Sharma 9b+ an.

Gestern verkündete Megos seine Begehung, hielt sich mit Details jedoch zurück. Ob er den Grad 9b+ bestätigt, bleibt also noch ungeklärt.

UPDATE, 6. Januar 2024, 18.15 Uhr

Alex Megos hat sich vor rund einer Stunde zur Bewertung der Route wie folgt geäussert:

«Die ersten paar Tage habe ich nur Abschnitte der Route ausprobiert und war zuversichtlich, dass ich sie in zwei Wochen punkten werde. Nachdem ich viermal beim letzten Zug gestürzt bin, war ich ziemlich überrascht, wie anstrengend die letzten Züge sind, wenn man von unten her kommt. Da war mir klar, dass mein erster Eindruck wohl nicht ganz korrekt war. Letztendlich habe ich acht Tage in die Rotpunktbegehung investiert, weshalb ich als Grad 9b vorschlage. Beide 9b+ die ich bisher geklettert bin, haben mich mindestens doppelt so viel Zeit gekostet. Ich freue mich zu hören, was zukünftige Wiederholerinnen und Wiederholer werden!»

Das könnte dich interessieren

+++
Credits: Titelbild Chris Hanke

Aktuell

Nach tödlichem Lawinenunglück im Großarltal: Ermittlungen gegen ÖAV-Bergführerin eingestellt

Im Januar 2026 starben vier Teilnehmende einer Ausbildungsgruppe des Österreichischen Alpenvereins bei einem Lawinenunglück im Großarltal. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelte daraufhin gegen die Gruppenleiterin, hat das Verfahren aber nun eingestellt. Der Alpenverein solidarisiert sich mit seiner Berg- und Skiführerin.

„Drifter’s Escape“: Pietro Vidi gelingt die erste Wiederholung

Der italienische Trad-Profi Pietro Vidi hat sich die erste Wiederholung von „Drifter's Escape" (9a+, 5.15a) gesichert. Am 13. Oktober gelang ihm Connor Hersons Trad-Route am Stawamus Chief in Squamish. Sie gilt als eine der schwersten Risslinien der Welt.

„DüDaDo im Nirgendwo“ (8a+) – Neue Alpine Mehrseillänge von Schild & Bacchetto

Jonas Schild und Anja Bacchetto haben am Scheideggwetterhorn eine neue alpine Mehrseillängenroute eröffnet. „DüDaDo im Nirgendwo" (8a+) führt in neun Seillängen über den Epp-Pfeiler. Im September gelang Schild die freie Begehung.

Weltcup-Saisonabschluss in Chile: Garnbret und Utelli gewinnen im Lead, Doppelgold für China im Speed

Beim Weltcup in Santiago de Chile holten die Chinas Zhao Yicheng und Lijuan Deng Gold im Speed. Das letzte Set Lead-Goldmedaillen an Janja Garnbret und an den Überraschungssieger der Herren, den Schweizer Jonas Utelli. Alle Ergebnisse vom Wochenende sowie das finale Gesamtranking im Überblick.

Nach tödlichem Lawinenunglück im Großarltal: Ermittlungen gegen ÖAV-Bergführerin eingestellt

Im Januar 2026 starben vier Teilnehmende einer Ausbildungsgruppe des Österreichischen Alpenvereins bei einem Lawinenunglück im Großarltal. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelte daraufhin gegen die Gruppenleiterin, hat das Verfahren aber nun eingestellt. Der Alpenverein solidarisiert sich mit seiner Berg- und Skiführerin.

„Drifter’s Escape“: Pietro Vidi gelingt die erste Wiederholung

Der italienische Trad-Profi Pietro Vidi hat sich die erste Wiederholung von „Drifter's Escape" (9a+, 5.15a) gesichert. Am 13. Oktober gelang ihm Connor Hersons Trad-Route am Stawamus Chief in Squamish. Sie gilt als eine der schwersten Risslinien der Welt.

„DüDaDo im Nirgendwo“ (8a+) – Neue Alpine Mehrseillänge von Schild & Bacchetto

Jonas Schild und Anja Bacchetto haben am Scheideggwetterhorn eine neue alpine Mehrseillängenroute eröffnet. „DüDaDo im Nirgendwo" (8a+) führt in neun Seillängen über den Epp-Pfeiler. Im September gelang Schild die freie Begehung.