Am Samstagmorgen, 27. Februar 2021, ereignete sich im Gebiet «Girenspitz» ein Gebirgsunfall. Ein 27jähriger Bergsteiger kam dabei ums Leben.

Der erfahrene Bergsteiger aus dem Thurgau befand sich in Begleitung einer Bergsteigerin im Gebiet «Girenspitz». Beim Abstieg rutschte der 27-jährige Mann auf einem harten Schneefeld aus und stürzte ab.

Am Samstagmittag alarmiert die Begleiterin die Rettungskräfte. Trotz erschwerten Wetterbedingungen konnte der Mann durch die REGA in Zusammenarbeit mit der Alpinen Rettung Schweiz lokalisiert, leider aber nur noch tot geborgen werden.

Die Bergsteigerin wird durch das CARE Team AR/AI betreut. Im Einsatz standen zudem Mitarbeiter der Säntis-Bahn und Fachdienste der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden.

Profialpinist meldet sich zu Wort

Michi Wohlleben, Profialpinist und Bergführer, meldet sich auf Facebook zum tödlichen Unfall. Er rät davon ab, nach dem einzelnen Bohrhaken im letzten Couloir nach rechts auf den Grat hinaus zu gehen, sondern direkt durch das Couloir leicht linkshaltend hochzusteigen.

Bild Michi Wohlleben

Die Spur, auf der der 27-Jährige Bergsteiger ums Leben kam, wird oft begangen – unter anderem von Michi Wohlleben vergangene Woche – ist allerdings bei den aktuellen Verhältnissen nicht empfehlenswert oder zumindest mit grosser Vorsicht zu begehen.

Die Linie endet oben unter der Nordwand der Girenspitze und man muss, um zum Girensattel zu kommen, über eine sehr bauchige, exponierte und steile Wechte leicht absteigend traversieren.

Michi Wohlleben

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Credits: Text Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, Titelbild B0rder / CC BY-SA 3.0