Um im Winter bei angenehmen Temperaturen draussen klettern zu können, muss man nicht um die halbe Welt fliegen. Sizilien ist eine der niederschlagsärmsten und gleichzeitig wärmsten Regionen Italiens. Der Kletterführer Di Roccia di Sole liefert reichlich Tips – nicht nur für Sportkletterer, sondern auch für Boulderer und DWS-Fans.

Fünf Auflagen des Kletterführers Di Roccia di Sole in weniger als 15 Jahren sind der Beweis für die Evolution des Kletterns auf Sizilien. Auf über 550 Seiten liefern die beiden Autoren Massimo Cappuccio und Giuseppe Gallo mehr als genug Gründe, dem südlichsten Zipfel Italiens einen Besuch abzustatten: Seien es jüngst erschlossene Klettergebiete in der Region Palermo und Siracusa, neue Routen bei San Vito oder aktualisierte Routenbewertungen. Ebenfalls neu sind die Kapitel über Bouldern und Deep Water Soloing, kurz DWS.

Der Kletterführer Di Roccia di Sole präsentiert 123 Klettergebiete plus Boulder- und DWS-Spots. Bild: Versante Sud/Massimo Cappuccio
Der Kletterführer Di Roccia di Sole präsentiert 123 Klettergebiete plus Boulder- und DWS-Spots. Bild: Versante Sud/Massimo Cappuccio

Di Roccia di Sole: Sport- und Mehrseillängenklettern

Die beiden Autoren stellen insgesamt 123 Gebiete vor, an denen es sich bestens klettern lässt. Neben den diversen Klettergärten werden auch immer mehr längere Routen erschlossen, beispielsweise an den hohen Wänden zwischen Palermo und Trapani. Aufgrund der grossen Anzahl an neuen Mehrseillängen-Routen, widmet Versante Sud diesen ein ein eigenes Nachschlagewerk.

Was die Schwierigkeiten angeht, so wird jeder etwas für seinen Geschmack finden. Viele Gebiete bieten eine grosse Auswahl an Routen in moderaten Graden. Aber auch für Sportkletterer im oberen achten und unteren neunten Franzosengrad hat Sizilien einige Herausforderungen bereitstehen: So beispielsweise Climb for Life (9a) in Grotta Cerriolo, Fedeli alla linea (8c+) in Pandora oder Fuck System (8c/+) in Onda Anomala.

Die Klettergärten auf Sizilien sind allesamt sportklettermässig eingerichtet. Peppe D'Agata geniesst die Verschneidungskletterei in Eternit. Bild: Versante Sud/Massimo Cappuccio
Die Klettergärten auf Sizilien sind allesamt sportklettermässig eingerichtet. Peppe D’Agata geniesst die Verschneidungskletterei in Eternit. Bild: Versante Sud/Massimo Cappuccio

Bouldern und Deep Water Soloing

Bis vor wenigen Jahren wurde das Bouldern auf Sizilien nur von ganz Wenigen praktiziert. Die Sportkletterer sind zwar nach wie vor in der Überzahl, doch die grosse Nachfrage scheint auch die Erschliessung von Bouldergebieten voranzutreiben. So ist beispielsweise Bosco Sorace zum lohnenswerten Ziel avanciert.

Nach der rasanten Entwicklung erst in der Gegend um Palermo und dann in der Region von Trapani und San Vito lo Capo, kommt jetzt der Osten zum Zug mit Canicattini, das sich zum dritten Kletter-Hotspot Siziliens gemausert hat.

Ebenfalls immer mehr Fans geniesst die vermutlich ursprünglichste Form des Kletterns, das Deep Water Soloing. Bei mehr als 1000 Kilometer Küste finden sich auf Sizilien nicht nur einige der schönsten Sandstrände des Mittelsmeers, sondern auch felsige Küstenabschnitte, die sich für diese Spielart des Kletterns eignen.

Welches sind die beliebtesten DWS-Gebiete Siziliens?

  • Siracusa
  • Giardini Naxos
  • San Vito Lo Capo
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Credits: Titelbild Versante Sud / Massimo Cappuccio

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