Ab Freitag, den 2. Oktober, geht Jakob Schubert wieder Live: Der Österreicher wagt sich an Durchstiegsversuche in Seb Bouins „DNA“ (9c) im Verdon und überträgt diese per Livestream. Nach „B.I.G.“ ist es die zweite 9c, bei der die Szene den Tiroler in Echtzeit am Fels verfolgen kann.
Erster Go am Freitag
Jakob Schubert ist seit rund einer Woche im Verdon und hat dort direkt wieder an „DNA“ weitergearbeitet. Nach eigener Aussage sitzen die Züge, mehrere lange Teilstücke hat er bereits geklettert. Jetzt geht es um richtige Durchstiegsversuche. Den ersten plant Schubert für Freitag, den 2. Oktober, voraussichtlich zwischen 13 und 14 Uhr. Ein zweiter Go soll etwa drei Stunden später folgen. Die genaue Uhrzeit hängt allerdings vom Wind und den Bedingungen ab. Kurzfristige Änderungen kündigt Schubert in seinen Instagram-Stories an, zusätzlich informieren YouTube-Benachrichtigungen über den Start.
„Bereit für richtige Versuche“
In seinem Instagram-Post klingt Schubert zuversichtlich: „Frankreich meint es bisher gut mit uns […] Ich bin vor etwa einer Woche im Verdon angekommen und habe sofort wieder angefangen, die Züge auszuchecken. Ein paar gute Links habe ich schon geschafft, ich habe also das Gefühl, dass ich bereit für richtige Durchstiegsversuche bin. Ab jetzt streamen wir alle Durchstiegsversuche LIVE! Der erste ist morgen – wenn nichts schiefgeht.“ Gestreamt werden also nicht ausgewählte Versuche, sondern alle – ab sofort und bis zum Durchstieg.
Ich glaube, dass diese Route die härteste Linie der Welt sein könnte.
Jakob Schubert
Von „B.I.G.“ zu „DNA“
Ganz neu ist das Format nicht: Bereits seine Begehung von „B.I.G.“ (9c) hatte Schubert live übertragen. Die Route in der Hanshelleren-Höhle in Flatanger hatte er 2023 selbst erstbegangen. „DNA“ stammt von Seb Bouin, der die Linie ein Jahr vor „B.I.G.“ 2022 im Verdon eröffnete. Wiederholt wurde bislang keine der fünf 9c-Routen – es geht also um nicht weniger als die erste Bestätigung des höchsten Grades im Sportklettern.
Projektieren ohne Schnittprogramm
Kletterbegehungen erreichen die Öffentlichkeit meist als fertig geschnittener Clip, Wochen oder Monate nach dem Durchstieg. Ein Livestream zeigt dagegen auch die Versuche, die am Ende nicht reichen. „B.I.G.“ holte sich Schubert damals im sechsten Livestream.
Wie viele Gos Schubert diesmal braucht, ist offen. Der Zeitplan steht natürlich auch unter dem Vorbehalt der Bedingungen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können in jedem Fall live dabei sein – ob beim ersten Versuch am Freitag oder eben später.
Um schon einmal in Stimmung für dieses große Unterfangen zu kommen, geht es hier zu Schuberts Vlog über seine Zeit in La Ramirole:
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