Das vielseitigste Trainingstool für Kletterer | Crimproll

Gefühlt gibt es auf dem Markt Fingerboards wie Sand am Meer und doch unterscheiden sich die verschiedenen Modelle nur marginal voneinander. Mit der Crimproll gibt es nun ein Fingerboard, dass mit einem aussergewöhnlichen Drehmechanismus auftrumpft. Wir haben uns die Crimproll genauer angeschaut.

Was wäre, wenn man ein vielseitiges Tool fürs Training zu Hause mit der Einfachheit eines portablen Fingerboards vereinen könnte? Das hat sich der leidenschaftliche Tessiner Kletterer Enzo Scossa-Romano gedacht und hat sich in seine Werkstatt begeben.

Der studierte Physiker zählt nicht nur das Klettern zu seiner Passion, sondern tüftelt fürs Leben gern. In unzähligen Stunden des Zeichnens, Testens, Optimierens und Erweiterns entstand ein Fingerboard, das seinesgleichen sucht.

Die Crimproll besteht aus hochwertigen Materialien wie Carbon, Edelstahl und europäischem Buchenholz.

Gemacht ist die Crimproll aus hochwertigen Materialien wie Carbon, Edelstahl und europäischem Buchenholz. Die Crimproll wird von Hand im Tessiner Dorf Malvaglia zusammengebaut – Swiss Made also.

Doch kommen wir zu den Funktionalitäten. Die Crimproll vereint eine grössenverstellbare Leiste mit einer drehbaren Klimmzugstange.

Stell die Leistengrösse auf einer Skala von 0 – 16 ein

Die Grösse der Crimproll-Leiste kannst du mittels Einstellrad präzise und stufenlos einstellen. Dank der Skala (1 – 16) kannst du deinen Trainingsfortschritt messen und dich langsam aber stetig steigern. Stellst du die Leiste auf das Maximum, so kannst du ergonomisch an einer grossen Leiste trainieren. Stellst du hingegen die Leiste auf das Minimum, so kannst du mittels Full Crimp an einer sehr kleinen Leiste dein Training absolvieren.

Dank der Rundung der Klimmzugstange drückt sich auch in der minimalen Einstellung keine scharfe Kante in deine Fingerkuppen.

Effizient zum Pump dank Drehmechanismus

Eine weitere Besonderheit der Crimproll ist deren Drehmechanismus. Die Crimproll lässt sich frei drehbar einstellen oder rotierend mit einem Anschlagpunkt, an dem die Drehung gestoppt wird. Wählst du die freie Drehung, so hebst du dein Klimmzugtraining auf das nächste Level.

Setzt du zum Klimmzug an, so musst du zusätzlich zur eigentlichen Klimmzugbewegung auch noch gegen den Drehmechanismus «ankämpfen». Wetten, dass du deine normale Anzahl Klimmzüge nicht schaffst?

Sanfte Belastung | Aufbautraining nach Verletzung

Wählst du die Einstellung «Drehmechanismus mit Anschlagpunkt», so hast du die Möglichkeit, durch sanfte Hin- und Her-Bewegungen die Fingerbeuger wiederholt zu kontrahieren. Den Pump, den du dir damit einfährst, ist unglaublich! Für diese Hin- und Her-Bewegung kannst du übrigens auch wieder die Grösse der Leiste wählen.

Durch die sanfte und mit dem Anschlagpunkt dosierte Drehbewegung kannst du sehr schonend die Fingerbeugemuskulatur belasten und damit Verletzungen vorbeugen.

Crimproll_Fingerboard_mobile_für unterwegs_Magic Wood_Klettern und Bouldern
Die Crimproll als Aufwärmtool beim Bouldern darf nicht fehlen.

Trainieren und Aufwärmen zu Hause und unterwegs

Dank der Bauweise kannst du die Crimproll zu Hause als auch unterwegs benutzen. Sei es auf längeren Klettertrips oder Reisen oder zum Aufwärmen am Fels. Trotz der Vielseitigkeit der Crimproll bringt das Fingerboard lediglich 700 Gramm auf die Waage.

Zu verdanken ist dies unter anderem der Verwendung von Carbon im Inneren des Fingerboards. Wer nicht zwei separate Gadgets fürs Training zu Hause und fürs Aufwärmen unterwegs anschaffen möchte, für den ist die Crimproll wie geschaffen.

Und glaubt uns: Einmal mit dem Drehmechanismus trainiert, wollt ihr nie mehr ohne sein.

Das könnte dich interessieren

Aktuell

Hard Sends: Sébastien Bouin bei der Erstbegehung von „Le Chant des Muses“ (9b)

Im April 2026 gelang Bouin die Begehung seines Projekts "Le Chant des Muses" an der Romeyer-Wand in der Drôme. Ein Film von Black Diamond zeigt den französischen Ausnahmekletterer hinter den Kulissen und seinen Weg bis zum Durchstieg.

Silvan Schüpbach: Neue, wilde Kletterroute im Berner Oberland

Silvan Schüpbach und Janluca Kostner haben „Untergang der Titanen" (8a) in der Nordwand des Gross Wellhorns erstmals vollständig frei geklettert. Die 600-Meter-Route in den Berner Alpen bleibt über 20 Seillängen konstant schwer.

Eneko und Iker Pou: Erste freie Begehung von „Vicios Ocultos“

Eneko und Iker Pou haben "Vicios Ocultos" (7c, 285 m) am Tiro Pedabejo in den Picos de Europa erstmals frei geklettert und zwar ein Jahr nachdem die baskischen Brüder die sechs Seillängen selbst eröffnet hatten.

Scarpa BLACKBIRD: Carbon-Zwischensohle für die kleinsten Leisten

Sechs Jahre hat Scarpa an ihrem neuen Kletterschuh entwickelt. Das Herzstück ist die erste carbonverstärkte Zwischensohle der Italiener – gebaut für Präzision auf kleinsten Tritten, ohne dass der Schuh brutal eng sitzen muss.

Hard Sends: Sébastien Bouin bei der Erstbegehung von „Le Chant des Muses“ (9b)

Im April 2026 gelang Bouin die Begehung seines Projekts "Le Chant des Muses" an der Romeyer-Wand in der Drôme. Ein Film von Black Diamond zeigt den französischen Ausnahmekletterer hinter den Kulissen und seinen Weg bis zum Durchstieg.

Silvan Schüpbach: Neue, wilde Kletterroute im Berner Oberland

Silvan Schüpbach und Janluca Kostner haben „Untergang der Titanen" (8a) in der Nordwand des Gross Wellhorns erstmals vollständig frei geklettert. Die 600-Meter-Route in den Berner Alpen bleibt über 20 Seillängen konstant schwer.

Eneko und Iker Pou: Erste freie Begehung von „Vicios Ocultos“

Eneko und Iker Pou haben "Vicios Ocultos" (7c, 285 m) am Tiro Pedabejo in den Picos de Europa erstmals frei geklettert und zwar ein Jahr nachdem die baskischen Brüder die sechs Seillängen selbst eröffnet hatten.