Mejdi Schalck und Miho Nonaka gewinnen Weltcup in Seoul

Der Franzose Mejdi Schalk bestätigt die starke Leistung von Hachioji und gewinnt in Korea seine zweite Goldmedaille der Saison. Bei den Frauen meldet sich die Japanerin Miho Nonaka zurück auf dem Podest.

Schlechtes Wetter und Programmverschiebungen hatten am IFSC Weltcup in Seoul dazu geführt, dass beim Bouldern die Resultate der Halbfinals die finale Rangliste ausmachten. Bei den Männern dominierte der junge Franzose Mejdi Schalck einmal mehr das Geschehen und sicherte sich das zweite Weltcup-Gold in Folge.

Bei den Frauen stand die Japanerin Miho Nonaka zuoberst auf dem Treppchen. Zuletzt war ihr dies am Weltcup in Meiringen 2018 gelungen. In der Disziplin Speed sorgten die beiden Favoriten Leonardo Veddriq und Aleksandra Miroslaw – begleitet von mehreren Weltrekorden – für fulminante Siege.

Schalck nicht zu bremsen

Der 18-jährige Franzose Mejdi Schalck präsentierte sich im Jungnang Sport Climbing Stadium in Seoul einmal mehr in Topform. Dass er am zweiten Weltcup der Saison seine zweite Goldmedaille abholen durfte, überforderte den Youngster dann aber doch ein wenig:

«Ich glaube ich realisiere noch nicht, was gerade passiert. Es ist verrückt. Ich wollte nur hierher kommen und mein Bestes geben, klettern und Spass haben.»

Mejdi Schalck
Jongwon Chon freut sich vor heimischem Publikum über seine Bronzemedaille. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC
Jongwon Chon freut sich vor heimischem Publikum über seine Bronzemedaille. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

Den zweiten Platz sicherte sich der japanische Superstar Tomoa Narasaki. Auf Platz drei kletterte Lokalmatador Jongwon Chon. Ebenfalls starke Auftritte zeigten Nicolai Uznik und Yannick Flohé. Sie schlossen den zweiten Boulder-Weltcup der Saison auf den Rängen 6 und 7. Bester Schweizer war Sascha Lehmann auf Platz 59

Podium des zweiten Boulder Weltcups der Saison 2023: Tomoa Narasaki, Mejdi Schalck und Jongwon Chon. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC
Podium des zweiten Boulder Weltcups der Saison 2023: Tomoa Narasaki, Mejdi Schalck und Jongwon Chon. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

Nonaka vor Bertone und Raboutou

Bei den Frauen gelang es der Japanerin Miho Nonaka nach fünf Jahren erstmals wieder, eine Goldmedaille an einem Boulder Weltcup zu gewinnen. Entsprechend gross war die Freude der 25-Jährigen:

«Ich bin überglücklich, diese Goldmedaille zu gewinnen. Ich bin schon so lange dabei, und es ist fünf Jahre her, dass ich bei einem Boulder-Weltcup gewonnen habe. Das ist ein verrücktes Gefühl.»

Miho Nonaka
Erste Goldmedaille nach fünf Jahren: Miho Nonaka freut sich über ihren Sieg in Seoul. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC
Erste Goldmedaille nach fünf Jahren: Miho Nonaka freut sich über ihren Sieg in Seoul. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

Platz zwei sicherte sich die Französin Oriane Bertone. Mit ihrem dritten Rang – und damit ihrem zweiten Podestplatz in zwei Wettkämpfen – dürfte auch Brooke Raboutou zufrieden sein mit ihrem Auftritt in Seoul.

Die junge Israelin Ayala Kerem landete nach einem starken Auftakt auf dem sechsten Schlussrang. In der Qualifikation war sie die einzige Athletin, die alle fünf Boulder toppen konnte.

Hannah Meul beendete den Weltcup in Korea punktgleich mit der Französin Fanny Gibert auf Rang sieben. Beste Österreicherin war Jessica Pilz auf Rang 15, beste Schweizerin Petra Klingler mit Platz 21.

Oriane Bertone, Miho Nonaka und Brooke Raboutou auf dem Podest des IFSC Weltcups in Seoul. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC
Oriane Bertone, Miho Nonaka und Brooke Raboutou auf dem Podest des IFSC Weltcups in Seoul. Bild: Dimitris Tosidis/IFSC

Speed: Feuerwerk der Weltrekorde

In der Disziplin Speed standen am Ende des Wettkampfes zwei bekannte Gesichter zu oberste auf dem Podest. Bei den Herren dominierte der Indonesier Leonardo Veddriq das Geschehen. Gleich zweimal verbesserte er während der Qualifikation und dem Viertelfinal seinen eigenen Weltrekord.

Bei den Frauen gewann die Speed-Dominatorin Aleksandra Miroslaw aus Polen. Auf dem Weg zur Goldmedaille brach sie ihren eigenen Weltrekord sage und schreibe vier Mal.

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Credits: Titelbild Dimitris Tosidis/IFSC

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