Kletterseil richtig aufnehmen/aufschiessen: 3 Techniken

Um ein komplettes Durcheinander beim Transport des Seils zu vermeiden, sollte das Seil immer aufgenommen werden. Wir zeigen euch drei unterschiedliche Techniken.

Wer nach dem Klettern das Seil planlos in den Kletterrucksack wurstelt, wird es spätestens bei der nächsten Session bereuen. Ein zufällig verknotetes Seil, Krangel oder das lästige Suchen nach dem Seilanfang sind das Resultat.

Drei Techniken zum Aufnehmen eines Kletterseils

Wer dies vermeiden will, der sollte das Seil ordentlich aufnehmen/aufschiessen. Dies kann entweder in der Hand oder über den Nacken erfolgen. Bei einer dritten Variante wird das Seil so aufgenommen, dass es später wie ein Rucksack getragen werden kann.

  1. Aufnehmen in der Hand
  2. Aufnehmen über den Nacken
  3. Aufnehmen als Seilpuppe/Rucksack

1. Aufschiessen in der Hand

Das Kletterseil kann normal oder doppelt aufgenommen werden. Wir empfehlen das Seil normal aufzunehmen, weil es einfacher ist. Beginnen wir mit der Technik des Aufnehmens in der Hand.

Bei längeren und/oder dickeren Kletterseilen lässt sich das Seil aufgrund der Dicke oder des Gewichts nur schwer in der Hand halten. In diesem Fall kann zur zweiten Technik, dem Aufnehmen über den Nacken, gegriffen werden.

2. Aufnehmen über den Nacken

Auch bei dieser Technik lässt sich das Seil im Doppelstrang aufnehmen. Dies erfordert ein sorgfältiges Ablegen der Schlingen. Das folgende Video zeigt euch die Nacken-Technik mit einem einfachen Strang.

Aufnehmen als Seilpuppe/Rucksack

Die letzte Technik, die wir euch vorstellen, ist die Rucksack-Technik. Hierbei wird das Seil in der Hand aufgenommen und anschliessend so vorbereitet, dass es auf dem Rücken getragen werden kann. Diese Technik ist beim Mehrseillängenklettern praktisch, wenn beispielsweise nach einem Materialdepot das Seil in unwegsamen Gelände noch bis zum effektiven Einstieg getragen werden muss.

Das könnte dich interessieren

+++
Credits: Bildmaterial Petzl

Aktuell

Silvan Schüpbach: Neue, wilde Kletterroute im Berner Oberland

Silvan Schüpbach und Janluca Kostner haben „Untergang der Titanen" (8a) in der Nordwand des Gross Wellhorns erstmals vollständig frei geklettert. Die 600-Meter-Route in den Berner Alpen bleibt über 20 Seillängen konstant schwer.

Eneko und Iker Pou: Erste freie Begehung von „Vicios Ocultos“

Eneko und Iker Pou haben "Vicios Ocultos" (7c, 285 m) am Tiro Pedabejo in den Picos de Europa erstmals frei geklettert und zwar ein Jahr nachdem die baskischen Brüder die sechs Seillängen selbst eröffnet hatten.

Scarpa BLACKBIRD: Carbon-Zwischensohle für die kleinsten Leisten

Sechs Jahre hat Scarpa an ihrem neuen Kletterschuh entwickelt. Das Herzstück ist die erste carbonverstärkte Zwischensohle der Italiener – gebaut für Präzision auf kleinsten Tritten, ohne dass der Schuh brutal eng sitzen muss.

Auch Jenya Kazbekova punktet „Dreamcatcher“ (9a) in Squamish – ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter

Nach Camilla Moroni hat auch Jenya Kazbekova die bekannte Sportkletterroute in British Colombia wiederholt. Für die Ukrainerin ist es ebenfalls die erste 9a – und eine ganz besondere Leistung, nachdem sie vor rund einem Jahr Mutter geworden war.

Silvan Schüpbach: Neue, wilde Kletterroute im Berner Oberland

Silvan Schüpbach und Janluca Kostner haben „Untergang der Titanen" (8a) in der Nordwand des Gross Wellhorns erstmals vollständig frei geklettert. Die 600-Meter-Route in den Berner Alpen bleibt über 20 Seillängen konstant schwer.

Eneko und Iker Pou: Erste freie Begehung von „Vicios Ocultos“

Eneko und Iker Pou haben "Vicios Ocultos" (7c, 285 m) am Tiro Pedabejo in den Picos de Europa erstmals frei geklettert und zwar ein Jahr nachdem die baskischen Brüder die sechs Seillängen selbst eröffnet hatten.

Scarpa BLACKBIRD: Carbon-Zwischensohle für die kleinsten Leisten

Sechs Jahre hat Scarpa an ihrem neuen Kletterschuh entwickelt. Das Herzstück ist die erste carbonverstärkte Zwischensohle der Italiener – gebaut für Präzision auf kleinsten Tritten, ohne dass der Schuh brutal eng sitzen muss.