Jessica Pilz und Stefano Ghisolfi gewinnen den Weltcup in Chamonix

Mit der imposanten Kulisse des Mont Blanc im Hintergrund und vor mehreren tausend Zuschauerinnen und Zuschauern sicherte sich die Österreicherin Jessica Pilz zum ersten Mal eine Goldmedaille an einem IFSC Weltcup. Bei den Herren war es der Italiener Stefano Ghisolfi, der ganz oben auf dem Podest stand.

Der Wettkampf der Damen endete in Chamonix mit einer Überraschung. Zunächst lieferten sich in der Qualifikation die üblichen Verdächtigen – Janja Garnbret (SLO), Anak Verhoeven (BEL), Jessica Pilz (AUT) und Jain Kim (KOR) – ein Rennen um die Favoritenrolle. Darunter mischte sich die Boulderweltcup-Führende, Akiyo Noguchi (JPN). 2014 stand Pilz zum allerersten Mal bei einem Leadweltcup auf dem Podium, aber für eine Goldmedaille hatte es bisher nie ganz gereicht. In Chamonix überraschte sie das begeisterte Publikum mit einer eindrucksvollen Vorstellung im Finale, als sie als einzige die Route bis zum Top kletterte. Damit sicherte sie sich ihren ersten Weltcup-Sieg und verdrängte Janja Garnbret auf den zweiten Platz. Dritte wurde die Koreanerin Jain Kim.

Sicherte sich in Chamonix ihre erste Goldmedaille an einem Weltcup: Jessica Pilz
Sicherte sich in Chamonix ihre erste Goldmedaille an einem Weltcup: Jessica Pilz (Bild: Eddie Fowke/IFSC)

Auch bei den Herren schaffte es nur einer bis zum Top

In der Finalroute bewiesen die Routenbauer erneut ein gutes Gespür für die richtige Schwierigkeit. Ausdauernd und kräftig, mit dynamischen Zügen und einer technischen Sequenz auf den letzten Metern schraubte sich die Route nach oben. Alex Megos kletterte ohne Probleme über den kräftezehrenden Überhang und erreichte die plattenartige Sequenz, die den Abschluss der Route einleitete. Bei einem Kreuzzug von zwei kleinen Leisten fehlte ihm dann aber der richtige Tritt und er brachte nicht genügend Dynamik auf, um den nächsten Griff zu erreichen. So stürzte er nur wenige Züge vor dem Topgriff ins Seil. Jakob Schubert, der als letzter an den Start ging, kam noch zwei Züge weiter und verdängte Megos damit um eine Platzierung nach hinten. Stefano Ghisolfi war schließlich der einzige, der vor der riesigen Zuschauermenge den Topgriff der Finalroute in der Hand hielt. Mit dieser Leistung sicherte sich der Italiener seine insgesamt vierte Goldmedaille bei einem Leadweltcup.

Stefano Ghisolfi kletterte in Chamonix auf den ersten Platz
Stefano Ghisolfi kletterte in Chamonix auf den ersten Platz (Bild Eddie Fowke/IFSC)

Video der Highlights des Lead Weltcups in Chamonix

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Credits: Bilder Eddie Fowke/IFSC, Text zVg

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