Der Red Bull X-Alps Challenger 2026 ist entschieden: Nach drei Wettkampftagen in Mayrhofen sichern sich Aaron Mathis und Romy Sweda die Wildcards presented by Bergfreunde für Red Bull X-Alps 2027. Das neue Hike-&-Fly-Format brachte Ende Mai erfahrene Athleten und Nachwuchspiloten zusammen. Während die Routiniers um den Gesamtsieg kämpften, nutzten vor allem die Rookies die Chance, sich für das Hauptrennen zu empfehlen.

Anspruchsvolles Format über drei Tage
Das Rennen verlangte den Teilnehmern sowohl physisch als auch fliegerisch viel ab. Zum Auftakt stand ein Berglauf mit rund 1.400 Höhenmetern auf dem Programm. Am zweiten Tag folgten drei kompakte Hike-&-Fly-Runden mit jeweils etwa 440 Höhenmetern.
Für das Finale qualifizierten sich die besten 40 Athleten. Am dritten Tag wartete eine rund 82 Kilometer lange Aufgabe mit einem weiteren Anstieg von 1.400 Höhenmetern. Anspruchsvolle Bedingungen, unter anderem durch Nordwind, erschwerten die Routenwahl in der Luft.
Insgesamt summierten sich über die drei Tage des Red Bull X-Alps Challenger mehr als 4.000 Höhenmeter und rund 100 Flugkilometer.

Mathis und Sweda behalten die Nerven
Bei den Rookies überzeugte der 20-jährige Aaron Mathis mit konstant starken Leistungen und sicherte sich die Wildcard in der Männerwertung. Im Ziel zeigte er sich überwältigt:
„Ich bin sprachlos. Der Finaltag war schwierig, vor allem wegen des Nordwinds. Es war etwas ganz Besonderes, mit Athleten wie Chrigel Maurer und Tobias Grossrubatscher am Start zu stehen.“
Aaron Mathis
Auch Romy Sweda setzte sich durch – trotz eines Rückschlags im Rennverlauf. Nachdem sie einen Turnpoint knapp verpasste, musste sie umkehren und verlor wertvolle Zeit.

„Am Ende war es wirklich hart. Aber das gehört dazu: Man fliegt, man läuft. Ich bin sehr glücklich über den Sieg.“
Romy Sweda
Routiniers vorne – Fokus auf den Nachwuchs
Den Gesamtsieg sicherte sich einmal mehr Chrigel Maurer. Der achtfache X-Alps-Gewinner verwies Tobias Grossrubatscher auf Rang zwei. Beide waren als Veteranen nicht für die Wildcard-Wertung zugelassen.
Maurer zog ein positives Fazit:
„Die Organisation war gut, das Wetter hat gepasst. Es ist ein gelungenes Event – ich freue mich auf die nächste Ausgabe.“
Auch Grossrubatscher hob das Niveau der jungen Athleten hervor:
„Die Rookies sind sehr stark. Viele entwickeln sich in eine Richtung, die sie für größere Aufgaben interessant macht.“
Ein Ausrufezeichen setzte zudem der italienische Biathlet Lukas Hofer: Er gewann alle Hiking-Etappen und stellte seine physische Stärke unter Beweis.
Plattform für neue Talente – Der Red Bull X-Alps Challenger
Mit Teilnehmern aus 23 Nationen und einer Mischung aus erfahrenen Athleten und Nachwuchs erfüllte der Red Bull X-Alps Challenger seine Funktion als Qualifikationsplattform. Workshops und Austauschformate mit Athleten wie Chrigel Maurer, Simon Oberrauner und Celine Lorenz ergänzten das Rennprogramm.

Event-Gründer Ulrich Grill sieht das Konzept bestätigt:
„Wir wollten sehen, wer das Potenzial für die X-Alps hat. Die Leistungsdichte war hoch.“
Gelungene Premiere in Mayrhofen
Mit kompaktem Format, selektivem Rennverlauf und zentralem Austragungsort hat der Red Bull X-Alps Challenger seine Feuertaufe bestanden. Für die Szene dürfte das Format künftig eine wichtige Rolle spielen – als Bühne für neue Talente und als Einstieg in das härteste Abenteuerrennen der Welt.
Fest steht: Der Nachwuchs steht bereit.
Weitere Infos findet ihr hier auf der Webseite des Veranstalters.
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Credits Titelbild: Christian Lorenz

