Dylan Chuat räumt ab in St-Léger | Super Crackinette (9a+) und mehr

Der Schweizer Dylan Chuat klettert Super Crackinette (9a+) in St-Léger und wiederholt am selben Tag mehrere Routen im achten Franzosengrad.

Dylan Chuat ist in den letzten Wochen mehrfach aus seiner Schweizer Heimat ins südfranzösische St-Léger-du-Ventoux gereist, um dort die legendäre Route Super Crackinette (9a+) zu projektieren. Nach zwei Wochenendtrips und zwei weiteren Tagen gelang dem 24-Jährigen jetzt der Durchstieg.

Ich hatte die Route vor einiger Zeit schonmal probiert, aber war damals nicht stark genug und habe sie seitdem nicht mehr angefasst – bis jetzt.

Dylan Chuat

Super Crackinette (9a+) befindet in der Nähe des Mont Ventoux wurde 2016 von Alex Megos befreit. Der breiteren Klettercommunity ist sie spätestens seit 2018 bekannt, als Adam Ondra die Linie im ersten Versuch kletterte und als damals „härtesten Flash der Welt“ bezeichnete.

Dylan Chuat in Super Crackinette | Foto: Alexis Nitschke

Heute gilt sie als Kraftausdauer-Testpiece und moderner Klassiker, den sich mittlerweile rund elf Spitzenkletterinnen und -kletterer auf ihre Tickliste schreiben konnten – zuletzt Buster Martin im November 2024. 2020 gelang Julia Chanourdie außerdem die erste Frauenbegehung von Super Crackinette.

Produktiver Tag für Dylan Chuat: zweimal 8c, einmal 8a onsight

Neben seinem Hauptprojekt Super Crackinette hatte Dylan Chuat auch in anderen schweren St-Léger-Routen Erfolg. Der zweifache Schweizer Lead-Champion kletterte am selben Tag noch Rêve de Poutre (8c) und La Tournée du Patron (8c), beide im jeweils zweiten Versuch.

Super Crackinette ist geschafft! Eine ziemlich verrückte Session mit zwei 8cs im zweiten Versuch und einer 8a onsight.

Dylan Chuat

Mit einer Onsight-Begehung von L’Homme en Bleu (8a) rundete Dylan Chuat schließlich seine Session ab.

„Noch nicht wieder in Topform, aber langsam wird es wieder“

Seinen Erfolg in Super Crackinette schreibt Dylan Chuat auch seinem Training der letzten zwei Monate zu. Von seiner Topform sei er zwar „noch weit entfernt, aber so langsam kommt einiges zurück“.

Dylan Chuat startet mit seiner jüngsten 9a+ gut ins Kletterjahr 2025. | Foto: Dylan Chuat

Größere Ziele für dieses Jahr drehen sich laut Dylan vor allem um Projekte, die im Sommer anstehen. Mehr will der Schweizer noch nicht verraten.

Ich setze mich gerade nicht wirklich unter Druck, um in meiner besten Form zu sein.

Dylan Chuat

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+++ Credits: Titelbild Alexis Nitschke

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