IFSC streicht China-Wettkämpfe – Grossmann profitiert

Infolge der anhaltenden Corona-Pandemie haben der Internationale Kletterverband (IFSC) und der Chinesische Bergsportverband (CMA) entschieden, die zwei geplanten Weltcups zu streichen. Die grosse Profiteurin dieser Entscheidung ist die Amerikanerin Natalia Grossmann.

Der IFSC Lead und Speed ​​World Cup in Xiamen vom 15. bis 17. Oktober 2021 und der IFSC Boulder und Speed ​​World Cup in Wujiang vom 22. bis 24. Oktober 2021 werden nicht ausgetragen. Ein Verschiebedatum gibt es nicht. Somit findet der letzte Lead-Wettkampf im slowenischen Kranj vom 3. bis 4. September statt. Auch die Bouldersaison wird frühzeitig beendet, der nächste und letzte Wettkampf findet vom 1. bis 3. Oktober im südkoreanischen Seoul statt.

Einfluss auf Gesamtrangliste

Der Entscheides hat grösseren Einfluss auf das Gesamtresultat der jeweiligen Disziplinen, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Denn üblicherweise finden sechs Weltcup-Wettkämpfe pro Saison im Leadklettern und Bouldern statt. Athletinnen und Athleten, die an allen Wettkämpfen teilnehmen, können ihr schlechtestes Wettkampfresultat streichen und damit ihre Gesamtwertung aufbessern. Weil nun erneut Wettkämpfe wegfallen, besteht diese Möglichkeit nicht mehr.

Die Chancen auf den Weltcup-Gesamttitel im Bouldern stehen hoch für Natalia Grossmann. (Bild Daniel Gajda/IFSC)
Die Chancen auf den Weltcup-Gesamttitel im Bouldern stehen hoch für Natalia Grossmann. (Bild Daniel Gajda/IFSC)

Grossmann ist Favoritin in der Disziplin Bouldern

Grosse Profiteuerin dieser Entscheidung ist die Amerikanerin Natalia Grossmann, insbesondere in der Disziplin Bouldern. Nur wenn Janja Garnbret in Seoul gewinnt und es Natalia Grossmann nicht in die Ränge zwei bis neun schafft, kann Garnbret noch den Gesamtsieg im Bouldern gewinnen. Aufgrund der soliden Leistung der Amerikanerin ist so gut wie gesetzt, dass Natalia Gesamtsiegerin 2021 im Bouldern wird. Beim Leadklettern der Frauen ist die Angelegenheit noch nicht klar entschieden.

Stefano Ghisolfi mit guten Chancen im Leadklettern

Anders bei den Männern. Die Disziplin Lead wird momentan vom Italiener Stefano Ghisolfi angeführt. Er hat 36 Punkte Vorsprung auf Sean Bailey. Wenn Stefano Ghisolfi es unter die ersten vier in Kranj schafft, so hat er den Gesamttitel im Leadklettern auf Nummer sicher.

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Credits: Titelbild Eddie Fowke/IFSC

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