Dem Profikletterer Jacopo Larcher gelingt die Erstbegehung eines alten Projektes am Lorünser Wändle. Die 9a-Route benennt Jacopo mit Sprengstoff.

Bei der Erstbegehung handelt es sich um eine lange als “Lorünser Projekt” genannte Linie in Vorarlberger Klettergebiet Lorünser Wändle. Die Route wurde vor über 25 Jahren von der Kletterlegende Beat Kammerlander eingerichtet, jedoch nie frei geklettert.

Zahlreiche Kletterinnen und Kletterer haben sich an der Route die Zähne ausgebissen. Vor wenigen Tagen konnte Jacopo Larcher dieses Kapitel schliessen und die Route frei klettern.

Mit der Namensgebung macht Jacopo eine Anspielung auf die Tatsache, dass sämtliche Sektoren sich auf dem Grundstück der Steinbruch Lorüns GmbH befinden und zwischenzeitlich die Angst bestand, dass die Sektoren dem Schaffen der Firma zum Opfer fallen könnten.

Ich hoffe sehr, dass dieses Gebiet in Zukunft bestehen bleibt, denn es ist eine wunderbare Gegend (nicht nur für Kletterer) und es gibt immer noch ganz viele schwierige Projekte, die darauf warten, geklettert zu werden.

Jacopo Larcher

Die Firma hat kürzlich einen sogenannten Rodungsantrag gestellt, was die lokale Kletterszene aufhorchen liess. Gemäss neuesten Informationen bleiben die Klettersektoren und damit -routen – mindestens die kommenden 15 Jahre – erhalten. Motivierten Wiederholerinnen und Wiederholern steht also nichts im Wege, sich die zweite Begehung der Route Sprengstoff (9a) zu holen.

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Credits: Titelbild Barbara Zangerl