Neuer Weltrekord im Speedklettern: 5.208 Sekunden

Der IFSC Weltcup in der Disziplin Speed begann spektakulär in Salt Lake City, USA. Die beiden Indonesier Veddriq Leonardo und Kiromal Katibin unterboten den bisherigen Speedrekord mehrfach innerhalb weniger Stunden.

Den ersten Höhepunkt des Tages bot der 20-jährige Kiromal Katibin, der gleich im ersten Rennen der Qualifikationsrunde mit 5.258 Sekunden den bisherigen Speed-Weltrekord der Herren pulverisierte, während sein Teamkollege mit Platz zwei abschloss 5.375 – ebenfalls unter der vorherigen Marke.

Bisherigen Weltrekord ein drittes Mal unterboten

Im heiss erwarteten Rennen um Gold in der Finalrunde schoss Leonardo (24) schließlich die 15-Meter-Wand hoch, übernahm gleich zu Beginn die Führung und setzte sich mit einer Zeit von 5.208 Sekunden gegen seinen Teamkollegen durch.

Damit stellte er einen neuen Weltrekord im Speedklettern auf. „Ich freue mich heute sehr über diese Goldmedaille und den Weltrekord“, sagte Leonardo gleich nach dem Finale. „Es war unglaublich, an der Seite meines Teamkollegen anzutreten.“

Wir sind nicht wegen des Sieges hierher gekommen, wir sind gekommen, um Rekorde zu brechen.

Veddriq Leonardo

Bronze ging an den Polen Marcin Dzienski (28), der in einem Kopf-an-Kopf-Rennen den Heimfavoriten John Brosler (24) besiegte. John rutschte bei einigen Zügen aus und belegte mit 6.891 den vierten Platz, Marcin holte sich mit einer Zeit von 5.842 die Bronzemedaille.

Hier stellt Veddriq Leonardo den neuen Speed-Weltrekord auf

Gold für Polen bei den Damen

Bei den Damen holte sich die 27-jährige Aleksandra Miroslaw die IFSC-Goldmedaille im Speedklettern. Die amtierende Speed-Weltmeisterin traf im letzten Duell auf die US-Amerikanerin Emma Hunt (18) und belegte mit 7.382 Sekunden den ersten Platz gegen die 7,539 Sekunden ihrer Rivalin.

Zum ersten Mal überhaupt gewann dank Hunts Silbermedaille ein/e Athlet/in aus den Vereinigten Staaten eine Medaille in der Disziplin Speed.

„Ehrlich gesagt wusste ich nicht, was mich erwartet“, kommentierte Miroslaw. „Ich komme von einer Verletzung, die ich mir bei der EM im letzten Jahr zugezogen habe. Ich habe im letzten Rennen einen kleinen Fehler gemacht und das hat mich ein bisschen gestresst, aber ich bin glücklich und aufgeregt, weil ich mich wirklich schnell gefühlt habe, mein Finger fühlte sich gut an. Es ist unglaublich, vor diesem Publikum anzutreten.“

Ich bin ziemlich glücklich und aufgeregt, weil ich mich wirklich schnell gefühlt habe, mein Finger fühlte sich gut an. Es ist unglaublich, vor diesem Publikum anzutreten.

Aleksandra Miroslaw

Das Podium der Frauen komplettierte die 24-jährige Japanerin Miho Nonaka, die eine unglaubliche Leistung zeigte und sich mit 8.958 Sekunden die Bronzemedaille sicherte. Die Polin Patrycja Chudziak (23) belegte mit einer Zeit von 10.401 Sekunden den vierten Platz.

Speedkletter-Weltcup Salt Lake City in der Wiederholung

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Credits: Titelbild IFSC Climbing

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