Der Schweizer Elite-Boulderer Nils Favre und der Franzose Symon Welfringer klettern mit Paciencia (8a, 900m) eine der schwersten Routen an der Eiger Nordwand.

Den meisten ist der Westschweizer Nils Favre für seine schweren Begehungen in der Disziplin Bouldern bekannt. In jüngster Vergangenheit ist er jedoch öfters in den grossen Wänden der Alpen unterwegs. Vor wenigen Wochen knackte er zusammen mit dem Belgier Siebe Vanhee die schwerste Route im Alpstein (LACRUX berichtete) und setzt nun mit Paciencia noch einen drauf.

Nils Favre - Kletterroute Paciencia - Eiger Nordwand. Bild Damien Largeron.
Bild Damien Largeron.

Von den fünf Meter hohen Blöcken in die berühmteste Nordwand der Welt

Wenige Tage nach der Begehung der Route Parzival am der Dreifaltigkeit im Alpsteingebirge bildete Nils Favre mit dem französischen Profikletterer Symon Welfringer eine Seilschaft und nahm eine der schwierigsten Routen am Eiger in Angriff: Paciencia. Die 900 Meter lange und äusserst anspruchsvolle Route erstreckt sich über 27 Seillängen und wartet mit Schwierigkeiten bis 8a auf.

Unser Energielevel war teilweise auf tiefem Niveau, wir hatten Mühe die richtige Beta zu finden und kämpften mit den schweren Haulbags, uns war kalt und wir waren müde. Aber die Schlüssellänge flash zu klettern war ein super toller Moment.

Nils Favre
Nils Favre in der Route Paciencia am Eiger. (Bild Damien Largeron)
Nils Favre in der Route Paciencia am Eiger. (Bild Damien Largeron)

Vor einem Jahr tastete sich Nils Favre erstmal an den Eiger heran, als er Deep Blue Sea rotpunkt kletterte. Für ihn war aber schon damals klar, dass das eigentlich Ziel die Route Paciencia ist.

Als ich zum ersten Mal den Bericht von David Lama über die Route Paciencia las, war ich inspiriert und beunruhigt gleichermassen.

David Lama schrieb 2011 in seinem Erlebnisbericht über Paciencia, es sei die für ihn anspruchsvollste Tour der Saison gewesen.

Die Route Paciencia an der Eiger Nordwand wurde von Stefan Siegrist und Ueli Steck 2003 erstbegangen und fünf Jahre später erstmals rotpunkt begangen.

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Credits: Bildmaterial Damien Largeron

Kletternews