Babsi Zangerl klettert eine der schwersten Rissrouten der Welt: Magic Line (8c+)

Babsi Zangerl wiederholt mit Magic Line (8c+) eine knüppelharte Trad-Linie im Yosemite Valley. Sie ist nach Hazel Findlay erst die zweite Frau, der dies bislang gelungen ist.

Dass sie zu den stärksten Trad-Kletterinnen der Welt zählt, hat Babsi Zangerl schon mehrfach unter Beweis gestellt. Bei ihrem vergangenen Yosemite-Trip kletterte sie beispielsweise Meltdown (8c+). Dieses Jahr konnte sie eine weitere ikonische Risslinie wiederholen: Magic Line (8c+).

Was für eine Linie, was für eine Reise!

Babsi Zangerl

Magic Line und die Lektionen fürs Leben

Nach einem Trittausbruch sei die Schlüsselstelle von Magic Line sehr unsicher geworden, erzählt die Tirolerin. «Ich war nicht sicher, ob ich die Kraft haben würde, durchzuhalten.» Unzählige Male rutschte sie ab, und jedes Mal schwand ihr Selbstvertrauen ein wenig. Trotzdem war für Babsi Zangerl klar: «Nachdem ich so viel Zeit in diese Linie investiert hatte, konnte ich einfach noch nicht aufgeben.»

Ehrlich gesagt seien es genau solche Klettereien, die sie das Klettern noch mehr schätzen liessen. «Jede Herausforderung, jeder Rückschlag, all das trägt zur Reise bei, und die Lektionen, die man auf dem Weg lernt, sind von unschätzbarem Wert.»

Babsi Zangerl betonte nach ihrem Durchstieg von Magic Line wie unglaublich glücklich sie sich schätze, solche Momente erleben zu dürfen: «Beim Klettern gibt es so viel Raum für Wachstum und mit jedem Kampf kommt die Chance, sich selbst zu überraschen, wenn man bereit ist, es erneut zu probieren!»

Magic Line: 6 Begehungen in 28 Jahren

Die 35 Meter lange Route Magic Line zählt mit einem Schwierigkeitsgrad von 8c+ nicht nur zu den absolut schwierigsten Linien im Yosemite Valley, sondern auch zu den schwersten Riss-Linien weltweit. Die von Ron Kauk 1996 erstbegangene Linie ist in den vergangenen 28 Jahren erst fünf Mal wiederholt worden: 2018 von Lonnie Kauk, 2019 von Hazel Findlay, 2022 von Carlo Traversi und 2024 von Connor Herson sowie Babsi Zangerl.

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Credits: Titelbild Jacopo Larcher

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