Chris Sharma im Interview mit Magnus Midtbø

In einem Video von »Altitude« treffen zwei Kletterlegenden aufeinander: Magnus Midtbø interviewt Chris Sharma mit 20 schnellen Fragen zu seinen Zielen, Klettertipps, die Community und seinem Privatleben.

Chris Sharma ist seit über 25 Jahren einer der besten Sportkletterer und Boulderer der Welt. Er gehörte zu der ersten Generation junger Kletterer, die in der Halle mit dem Sport begonnen haben und nicht am Fels. 

Sharma schrieb Klettergeschichte mit extremen Schwierigkeitsgraden, eröffnete legendäre Routen wie »Biographie/Realization« (die erste 9a+ der Welt), »Jumbo Love« (erste bestätigte 9b) und wiederholte »La Dura Dura« (9b+). Auch im Deep Water Soloing setzte er mit »Es Pontàs« auf Mallorca neue Maßstäbe.

Ziele und Projekte

Ich mag eigentlich alles am Klettern. Aber es kann sehr nerdig werden, und das nimmt dem Ganzen etwas von seiner Coolness.

Chris Sharma auf die Frage was er am Klettern nicht mag

Obwohl er beim Bouldern 8C+/V17 nicht anstrebt – »Ich habe noch nicht einmal eine 8C oder V16 gemacht«, sagt Sharma auf diese Frage hin – reizt ihn der Gedanke eine 9c zu klettern. 

»Le Blond könnte eine 9c sein.« Mutmaßt er über sein Projekt im katalanischen Oliana. Eingebohrt hatte er das Testpiece bereits im Jahr 2012, jedoch ist seitdem noch niemandem eine Begehung gelungen. Auch »D.N.A«, Seb Bouins 9c in Verdon reizt den 44-Jährigen. 

Sharma betont, dass formales Training für ihn nie im Mittelpunkt stand – in seinen Augen sind die Motivation und Freude am Sport ausschlaggebend. Disziplin entstehe aus Inspiration. Yoga, Meditation und Visualisierung helfen ihm ebenso wie die richtige mentale Einstellung.

Ich bin stolz darauf, dass ich nach 30 Jahren immer noch begeistert vom Klettern und nach wie vor hochmotiviert bin.

Chris Sharma

Persönliches & Privatleben

Chris Sharma genießt sein Privatleben am liebsten mit seiner Familie – Wandern, Radfahren oder gemeinsames Klettern mit den Kindern stehen für ihn im Mittelpunkt. Hobbys abseits des Kletterns gibt es kaum, wobei er kürzlich das Golfen für sich entdeckt hat: »Das kann man gut an einem Rest-Day machen, ohne sich zu verletzen.« 

Schon mit nur 15 Jahren wurde Chris zum Profiathleten und meint rückblickend, dass er ohne das Klettern vermutlich eine kreative Laufbahn eingeschlagen hätte. Es fällt ihm dennoch schwer, sich ein Leben fernab vom Klettern vorzustellen.

Es ist schwer, mir vorzustellen, wie mein Leben wäre, wenn es das Klettern darin nicht gäbe.

Chris Sharma

Nebenher ist er inzwischen auch Unternehmer: Zwei eigene Kletterhallen in Spanien gehören ihm, außerdem organisiert er regelmäßig Kletter- und Deep-Water-Solo-Events. Doch egal, welchen beruflichen Weg er eingeschlagen hätte, ist sich Sharma sicher: Klettern bliebe immer das Wichtigste in seinem Leben – ob Profi oder nicht.

Hier könnt ihr euch das Video ansehen:

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Credits: Titelbild Stillframe aus dem Youtube Video von Altitude

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