Kanada sagt Olympia-Teilnahme ab – IOC hofft weiter

Während das Internationale Olympische Komitee (IOC) eine Entscheidung vor sich hinschiebt, hat Kanada seine Olympia-Teilnahme abgesagt.

Der Druck auf das Internationale Olympische Komitee steigt weiter. Heute hat Kanada entschieden, keine Athletinnen und Athleten nach Tokio zu schicken, falls das IOC am bestehenden Termin festhält. Kanada ist damit das erste Land, das auf eine Olympia-Teilnahme verzichtet. Grund dafür ist die anhaltende Verbreitung des Covid-19-Virus.

„Wir befinden uns in einer globalen Krise und das ist weit wichtiger als Sport. Wir rufen das Internationale Olympische Komitee und die Weltgesundheitsorganisation deshalb dringend dazu auf, die Olympischen Sommerspiele 2020 um ein Jahr zu verschieben. Wir werden die IOC sowie die WHO voll und ganz unterstützen, die Herausforderungen, die eine Verschiebung mit sich bringen, zu meistern.“

Das Kanadische Olympische und Paralympische Komitee

Internationales Olympisches Komitee will abwarten

Der Aufruf und der Verzicht auf die Teilnahme seitens Kanadas folgte auf eine Erklärung des Internationalen Olympische Komitees vom vergangenen Sonntag. Das IOC kommunizierte darin, es habe sich eine vierwöchige Frist gesetzt. Bis dahin soll eine Entscheidung fallen, ob und wann die Sommerspiele stattfinden können.

Erklärung des Internationalen Olympischen Komitees vom Sonntag, 22. März 2020.

Absage Kanadas für die Olympischen Sommerspiele 2020 vom Sonntag, 22. März 2020.

UPDATE: Swiss Olympics beantragt Verschiebung der Olympischen Sommerspiele 2020

Der Exekutivrat von Swiss Olympic hat am Montagnachmittag in einer Telefonkonferenz beschlossen, beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio (24. Juli bis 9. August) zu beantragen.

«Die Athletinnen und Athleten leiden unter schwierigen Trainingsbedingungen. Zudem haben nun die ersten Länder ihre Olympia-Teilnahme abgesagt. Unter diesen Voraussetzungen sind aus unserer Sicht keine fairen, weltumspannenden Olympischen Spiele im Sinne der olympischen Bewegung möglich. Deshalb haben wir beim IOC den Antrag auf Verschiebung gestellt»

Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl

Bereits am Wochenende hatte Swiss Olympic dem IOC mitgeteilt, dass die Olympischen Spiele in Tokio nur dann stattfinden sollten, wenn die Coronakrise weltweit unter Kontrolle ist.
 
Swiss Olympic ist bewusst, wie schwierig es für das IOC ist, einen Entscheid betreffend die Verschiebung der Olympischen Spiele zu fällen und wie viele Punkte und Interessensgruppen das IOC dabei berücksichtigen muss.

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Credits: Titelbild Kanadisches Olympische Komitee

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