Next Generation: 9a zum Frühstück

Sie sind jung, sie sind stark und sie klettern auf einem Level, dass vor nicht allzu langer Zeit noch unvorstellbar gewesen wäre. Ein Vertreter dieser neuen Generation von Kletterern ist der 13-jährige Andrea Chelleris, der mit Martin krpan erst kürzlich seine zweite 9a-Route kletterte.

1985 bezwang Kletterpionierin Catherine Destivelle im Alter von 25 Jahren mit Fleur de Rocaille als erste Frau den Schwierigkeitsgrad 8a – eine Sensation. Dreieinhalb Jahrzehnte später lauten die Schlagzeilen wie folgt: «Weltrekord: 12-jähriger Andrea Chelleris klettert Pure Dreaming (9a)», «Gianluca Vighetti: 9a im Alter von zwölf Jahren – ist es Weltrekord?» oder «Jüngster 9a-Kletterer: Theo Blass (12) punktet Trip Tik Tonik».

Einer der neuen Klettergeneration: Gianluca Vighetti klettert 9a

Enormes Entwicklungspotential

Es ist schon beeindruckend, wenn sich eine neue Generation von Kletternden ankündigt, die schon in den jungen Jahren in den neunten Franzosengrad vordringt. Wer nun genau mit wie vielen Monaten Unterschied 9a klettern konnte, spielt vielleicht gar nicht so eine grosse Rolle. Spannend ist viel mehr die Vorstellung, wo die Reise noch hingehen wird, wenn die neue Generation bereits vor dem Eintritt in die Pubertät 9a-Sportkletterrouten punkten kann.

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Gleiche Route, gleiches Alter: Der 13-jährige Andrea Chelleris klettert wie Adam Ondra 16 Jahre vor ihm die 9a-Route Martin krpan.

Auf den Spuren Adam Ondras

Neben Theo Blass, Gianluca Vighetti, Geila Macia, Roc Vergés Solé oder Qiu Ziheng ist aktuell auch der Italiener Andrea Chelleris auf bestem Weg, in die Fussstapfen von Adam Ondra zu treten – und dies gleich in doppelter Hinsicht. In Klettergebiet Mišja Peč wiederholte er die 9a-Route Martin krpan. Damit gelang ihm nicht nur im selben Alter wie Adam Ondra eine offiziell bestätigte 9a Route. Der 13-Jährige kletterte zudem auch die exakt selbe Route, wie der tschechische Kletterprofi damals.

Andrea Chelleris hat mit Pure Dreaming bereits eine weitere 9a in seinem Tourenbuch stehen, wobei die Bewertung dieser Linie nicht ganz unumstritten ist. Mehrere Kletterer, darunter auch Alex Megos, hatten die Route auf 8c+ abgewertet.

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Credits: Titelbild Andrea Chelleris

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