Der Internationale Sportberichtshof hat vor wenigen Tagen einen Entscheid in der Doping-Affaire Russlands gefällt. Unter anderem ist Russland von den Olympischen Sommerspielen in Tokio im kommenden Jahr ausgeschlossen. Geht das Olympiaticket damit an den Schweizer Sascha Lehmann?

In einem wegweisenden Entscheid, hat sich der Internationale Sportgerichtshof (CAS) der Ansicht der Welt-Anti-Doping-Agentur angeschlossen und Russland für sein staatlich organisiertes Doping verurteilt. Bis ins Jahr 2022 bleibt das Land von Olympischen Anlässen ausgeschlossen.

Kommt Sascha Lehmann unverhofft zu einem Olympiaticket?

Folglich ist Russland weder bei den um ein Jahr verschobenen Sommerspielen in Tokio noch in Peking 2022 als Nation vertreten. Eine Ausnahme gibt es: Russische Athletinnen und Athleten können als neutrale Athleten an den Wettkämpfen teilnehmen.

Dies ist jedoch, gemäss aktuellen Informationen, nur bei denjenigen Athletinnen und Athleten möglich, deren Analysen in der Vergangenheit nicht von russischen Behörden durchgeführt wurden, also im Falle eines permanenten Aufenthaltes im Ausland.

Verlieren Aleksei Rubtsov, Luliia Kaplina und Viktoriia Meshkova ihr Ticket?

Leider hat sich der Internationale Kletterverband noch nicht zur Situation im Klettersport und damit den Olympiaqualifikationen von Aleksei Rubtsov, Luliia Kaplina und Viktoriia Meshkova geäussert. Der Mediensprecher des IFSC war bis zum Redaktionsschluss leider nicht erreichbar.

Für die Schlussfolgerung, der Platz von Aleksei Rubtsov könnte nachträglich an den Schweizer Sascha Lehmann übergehen, ist es also noch zu früh. Dies würde nur geschehen, wenn Aleksei Rubtsov, aufgrund des CAS-Entscheids gegen sein Land, nicht als “neutraler” Athlet auftreten dürfte.

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Credits: Titelbild IFSC