Laura Rogora klettert als erste Frau Lapsus (9a+) bei Andonno

Die starke Italienerin Laura Rogora wiederholt im italienischen Klettergebiet Andonno den Ausdauerhammer Lapsus (9a+). Seit der Erstbegehung durch Stefano Ghisolfi im Jahr 2015 hat die Route erst eine Handvoll Wiederholungen gesehen.

Laura Rogora wiederholt als erste Frau die 9a+ Route Lapsus. Nach ihrem erfolgreichen Durchstieg verblieb ihr noch ein weiterer Klettertag in Andonno, welchen die 22-jährige Italienerin dazu nutzte, die Routen Cobra reale (8c+/9a) sowie Noi (8b+) zu punkten.

Ich bin stolz, meinen Namen in die Liste der Wiederholenden dieses Stücks italienischer Klettergeschichte eintragen zu können.

Laura Rogora

Für die Begehung von Lapsus benötigte sie ein paar wenige Sessions. Dies ist ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die Italienerin ihr Training im Hinblick auf Paris 2024 komplett aufs Wettkampfklettern ausrichtet und entsprechend wenig Zeit am Fels verbringt.

Und trotz dieser Umstände konnte sie bereits im August dieses Jahres während eines dreitägigen Teamtreffens in Picos de Europa zwei schwierige Onsight-Begehungen für sich verbuchen: Ajo Crudo (8c) und Los Lunnis (8b+)

Lapsus: Konsens bei 9a+

Als Stefano Ghisolfi 2015 die beiden Routen Noia (8c+) und Anaconda (8c) kombinierte und damit Lapsus aus der Taufe hob, schlug er den Grad 9b vor, was seine neue Linie bei Andonno zur ersten 9b Italiens machte.

Spätere Wiederholer wie Adam Ondra, Marcello Bombardi oder Jonathan Siegrist befanden diese Bewertung jedoch für etwas zu hoch gegriffen, selbst wenn die Route wie bei der Erstbegehung ohne Kneepad geklettert wird. Seit 2021 gilt Lapsus als gefestigte 9a+ hard.

Das könnte dich interessieren

+++

Credits: Titelbild @fabiofinstudiofotografico

Aktuell

So viele wie noch nie: Alpenverein zeichnet neun Hütten mit Umweltgütesiegel aus

Der Österreichische Alpenverein hat am 17. Oktober neun seiner Hütten mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet – so viele wie noch nie in einem Jahr. Bis 2033 soll mindestens jede zweite bewirtschaftete ÖAV-Hütte das Siegel tragen.

Deutsche Meisterschaft Lead dieses Wochenende: Wer holt sich die Titel?

Am Wochenende geht es für Deutschlands beste Leadkletterinnen und -kletterer in Darmstadt um die nationalen Titel. Auch die beiden Gewinner vom Vorjahr, Anna Apel und Yannick Nagel, sind gemeldet. Alle Infos zum Starterfeld, Zeitplan und Livestream der DM Lead 2026.

Nach tödlichem Lawinenunglück im Großarltal: Ermittlungen gegen ÖAV-Bergführerin eingestellt

Im Januar 2026 starben vier Teilnehmende einer Ausbildungsgruppe des Österreichischen Alpenvereins bei einem Lawinenunglück im Großarltal. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelte daraufhin gegen die Gruppenleiterin, hat das Verfahren aber nun eingestellt. Der Alpenverein solidarisiert sich mit seiner Berg- und Skiführerin.

„Drifter’s Escape“: Pietro Vidi gelingt die erste Wiederholung

Der italienische Trad-Profi Pietro Vidi hat sich die erste Wiederholung von „Drifter's Escape" (9a+, 5.15a) gesichert. Am 13. Oktober gelang ihm Connor Hersons Trad-Route am Stawamus Chief in Squamish. Sie gilt als eine der schwersten Risslinien der Welt.

So viele wie noch nie: Alpenverein zeichnet neun Hütten mit Umweltgütesiegel aus

Der Österreichische Alpenverein hat am 17. Oktober neun seiner Hütten mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet – so viele wie noch nie in einem Jahr. Bis 2033 soll mindestens jede zweite bewirtschaftete ÖAV-Hütte das Siegel tragen.

Deutsche Meisterschaft Lead dieses Wochenende: Wer holt sich die Titel?

Am Wochenende geht es für Deutschlands beste Leadkletterinnen und -kletterer in Darmstadt um die nationalen Titel. Auch die beiden Gewinner vom Vorjahr, Anna Apel und Yannick Nagel, sind gemeldet. Alle Infos zum Starterfeld, Zeitplan und Livestream der DM Lead 2026.

Nach tödlichem Lawinenunglück im Großarltal: Ermittlungen gegen ÖAV-Bergführerin eingestellt

Im Januar 2026 starben vier Teilnehmende einer Ausbildungsgruppe des Österreichischen Alpenvereins bei einem Lawinenunglück im Großarltal. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelte daraufhin gegen die Gruppenleiterin, hat das Verfahren aber nun eingestellt. Der Alpenverein solidarisiert sich mit seiner Berg- und Skiführerin.