Dem Amerikaner Daniel Woods gelingt die erst dritte Begehung des 8c+ Boulder Grand Illusion in Little Cottonwood Canyon.

Grand Illusion gehört zu den noch relativ wenigen Bouldern in diesem Grad in den Vereinigten Staaten und zu den schwierigsten Linien der Welt. Der stark überhängende Boulder beginnt mit anstrengenden Kompressionszügen an Zangen geht dann über in eine bizepslastige Untergriffpassage und fordert potenzielle Begeherinnen und Begeher mit einer Schlüsselstelle kurz dem Ausstieg heraus.

Ich fiel unendlich viele Male an der Schlüsselstelle, denn der Zug ist sehr dynamisch und kräftig und erfordert gleichzeitig viel Präzision.

Daniel Woods

Daniel Woods hat über 20 Sessions in den Boulder Grand Illusion investiert, bis es mit dem Durchstieg klappte. Erstmals in den Boulder eingestiegen ist er im vergangenen Jahr zusammen mit Jimmy Webb und Sean Bailey.

Sean hat den Boulder in lediglich drei Tagen geknackt. Daniel seinerseits fiel immer und immer wieder am letzten schwierigen Zug, bis schlussendlich der Winter kam und er den Boulder ruhen lassen musste.

Daniel Woods nahe am Durchstieg

Im April dieses Jahres kehrte er zurück zum Little Cottonwood Canyon, doch die Temperaturen waren alles andere als ideal. Erst jetzt, im Mai, passten alle Puzzleteile zusammen, um den mehr als 30 Züge langen Boulder zu knacken.

Über den Boulder Grand Illusion

Beim Boulder Grand Illusion handelt es sich um die Sitzstart-Version des von Chris Sharma erstbegangenen Boulders Euro Roof. Die Sitzstartversion des Boulders ihrerseits, galt viele Jahre als eines der schwersten Projekte der Vereinigten Staaten.

Im Juni 2020 holte sich Nathaniel Coleman die Erstbegehung der Sitzstart-Version und gab der erweiterten Linie den Namen Grand Illusion. Als Bewertung schlug er 8c+ vor.

Nathaniel Coleman bei der Erstbegehung von Grand Illusion (8c+)

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Credits: Titelbild Dave Burleson

-Tokio