Im vergangenen Jahr gelang Adam Ondra die erste Begehung einer Kletterroute im Schwierigkeitsgrad 9c. Ein Raunen ging durch die Kletterszene, als er mit einem kleinen Teaser-Video auf den erfolgreichen Durchstieg verwies. Im neuen Jahr lässt der Tscheche nicht lange mit einer weiteren Sensation auf sich warten: Ihm gelingt als erster Mensch die Flash-Begehung einer 9a+ Route.

Seit einigen Tagen klettert Adam Ondra im französischen Klettergebiet St. Leger. Bevor er dort ankam, machte er übrigens die zweite Begehung einer 9b-Route von Pirmin Bertle in Charmey in lediglich drei Versuchen und wertete die Route auf 9a+ ab. Noch schneller kletterte er nun die Route Super Crackinette (9a+): Im ersten Versuch mit Infos zur Route – also flash! Eine Route in diesem Schwierigkeitsgrad flash zu klettern schaffte bisher niemand zuvor. “The first half of the route, I was just flying up the route. It was like I was feeling cosmically strong and that boosted my confidence a lot”, meint Adam über den ersten Teil der Route. Weiter oben ging dann nicht mehr alles so reibungslos: “Towards the second half of the route there were couple of moments where I felt like I was loosing my confidence a bit because there were two pockets where my fingers were just too fat to dig deeper but I still somehow made it and then I had just enough energy to do the last hard move on the very top”, setzt er fort.

9a-onsight-Battle zwischen Adam Ondra und Alexander Megos

Ein ähnlich hohes Tempo bei der Begehung schwerer Routen legte bisher nur der Deutsche Alexander Megos an den Tag. Ihm gelang 2013 als Erster die Onsight-Begehung einer 9a. Es war die Route Estado Critico im spanischen Sportklettergebiet Siurana. Wenige Monate später, im Juli 2013, zog Adam Ondra nach und kletterte Cabane au Canada (9a) im Schweizer Klettergebiet Rawyl onsight. Wie lange wird es wohl dauern, bis Alexander Megos eine 9a+ flash oder onsight klettert?

Credits: Bernardo Gimenez

One Reply to “Adam Ondra schreibt Klettergeschichte: 9a+ flash”

  1. Hi zusammen, wie sehr bewundere ich Kurt Albert und Wolfgang Güllich, die mit ihrem Rotpunkt für eine sportliche Neuausrichtung sorgten. „By fair means“ vermisse ich heute sehr. Auch wir hatten manch Altes über Bord geworfen und Neues ausprobiert, aber keiner wäre auf die Idee gekommen Griffe zu schlagen, Löcher zu bohren oder wie heute Griffe anzukleben. Ich sehe auch einen Klemmteil anders als einen Friend, dem ich durch seine Handhabung etwas künstliches zuspreche. Warum führt man nicht Regeln und Vorgaben ein, die für jeden verbindlich sind? Gleiches Recht für alle, dann braucht man sich nicht verzetteln. Es wird immer jemanden geben, der besser ist und warum muss man eine Route von oben einbohren, solange bis sie passt? By fair means. Sicherungspunkte ja, aber ohne Zuhilfenahme künstlicher Hilfsmittel.

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