Jüngster 9a-Kletterer: Theo Blass (12) punktet Trip Tik Tonik

Der Franzose Theo Blass klettert Trip Tik Tonik (9a) in der Gorges du Loup. Der 12-Jährige ist damit der bis dato jüngste Kletterer, der den Schwierigkeitsgrad 9a Rotpunkt klettern konnte. Für Theo Blass ist es bereits der zweite Rekord: 2020 drückte er mit Souvenirs du pic die Altersgrenze für 8c auf zehn Jahre.

Der französische Nachwuchskletterer Theo Blass schreibt erneut Klettergeschichte: In der Gorges du Loup gelingt ihm die Rotpunktbegehung der Sportkletterroute Trip Tik Tonik (9a). Damit übernimmt er mit seinen 12 Jahren und 9 Monaten den Titel des jüngsten Kletterers im Grad 9a von Gianluca Vighetti. Dieser war zwei Monate älter, als er mit der Route TCT kurz vor seinem 13. Geburtstag eine 9a knackte.

theo-blass-klettert-mit-trip-tik-tonik-als-jüngster-9a
Theo Blass in Trip Tik Tonik (9a).

Zweiter Rekord für Theo Blass

Für den äusserst talentierten Nachwuchskletterer aus Montpellier ist es das zweite Mal, dass er mit seinen Leistungen Rekorde aufstellt und Klettergeschichte schreibt: Im Sommer 2020 machte der damals erst zehnjährige Theo Blass auf sich aufmerksam, als er die 8c-Route Souvenirs du pic im französischen Klettergebiet Saint-Guilhem-le-Désert zog. Noch nie hatte vor ihm jemand eine Route dieses Schwierigkeitsgrades im Alter von zehn Jahren geschafft.

2020 klettert Theo Blass als erster Zehnjähriger in Saint-Guilhem-le-Désert die 8c-Route Souvenirs du pic. Bild: Vladimir Arnaoudov

Im Januar 2021 punktete er mit Guère d’usure bereits seine zweite 8c. Kurz darauf begann er Super Samson (8c) – ebenfalls im Klettergebiet Claret – zu projektieren. Bereits nach acht Sessions knackte er auch diese Route.

Mit der Rotpunktbegehung von Trip Tik Tonik (9a) schreibt Theo Blass nun bereits zum zweiten Mal Klettergeschichte. Adam Ondra, der zahlreiche «Firsts» aufweisen kann, war 13 Jahre als, als er mit Martin Krpan in Misja Pec seine erste 9a-Route kletterte.

Kévin Aglaé klettert Trip Tik Tonik

Trip Tik Tonik: Aus 8c/c+ wird über die Jahre eine 9a

2004 gelang Cedric Lo Piccolo die Erstbegehung der Sportkletterroute in Gorges du Loup. Er bewertete Trip Tik Tonik nach seinem Durchstieg mit 8c/8c+. Spätere Wiederholende wie Adam Ondra stuften die Linie als 8c+ ein, Daniel Woods oder Joe Kinder gar als 8c+ hard.

2011 «renaturierte» Guillaume Lebret Trip Tik Tonik, als er bei einem Versuch einen der beiden geklebten Sika-Griffe ausriss. Damit stieg der Schwierigkeitsgrad der Linie auf 9a. Eine Bewertungskorrektur, die Seb Bouin im Folgejahr bestätigte und die von darauffolgenden Wiederholenden nicht in Frage gestellt wurde.

Das könnte dich interessieren

+++

Credits: Titelbild Thibaut Pawlas

Nichts verpassen – Newsletter erhalten

* indicates required
Interessen

Aktuell

Saison-Endspurt: Letzter Lead- & Speed-Weltcup in Santiago de Chile

Zum letzten Mal in dieser Weltcup-Saison wird dieses Wochenende in Santiago de Chile um Medaillen geklettert – und um den Sieg im Gesamtranking. Es ist erst der zweite Weltcup, der in Südamerika ausgerichtet wird.

Warum Adam Ondra „Exodia“ von 9A+ auf 9A abwertet

Adam Ondra ist im italienischen Val Pellice die erste Wiederholung von Elias Iagnemmas "Exodia" (9A+) gelungen. Der tschechische Ausnahmekletterer hält den Grad 9A für angemessener – wohl auch, weil er nur vier Tage statt wie die Erstbegeher 212 Tage für die Linie benötigte.

Wenn der Bergsport sein Fundament verliert

Bröckelnder Fels, gesperrte Wege: Wie der Klimawandel das Bergsteigen verändert lest ihr hier von Bergführer Christof Schellhammer.

Lara Neumeier klettert als erste Frau „Rhapsody“ (8c+, E11 Trad)

Die bekannte Big-Wall Kletterin Lara Neumeier hat am 7. Oktober als erste Frau „Rhapsody" (E11 7a, 8c+) am Dumbarton Rock in Schottland begangen. Dave MacLeods Route war 2006 die erste E11 der Welt und gilt 20 Jahre später noch immer als Testpiece im Trad-Klettern.

Saison-Endspurt: Letzter Lead- & Speed-Weltcup in Santiago de Chile

Zum letzten Mal in dieser Weltcup-Saison wird dieses Wochenende in Santiago de Chile um Medaillen geklettert – und um den Sieg im Gesamtranking. Es ist erst der zweite Weltcup, der in Südamerika ausgerichtet wird.

Warum Adam Ondra „Exodia“ von 9A+ auf 9A abwertet

Adam Ondra ist im italienischen Val Pellice die erste Wiederholung von Elias Iagnemmas "Exodia" (9A+) gelungen. Der tschechische Ausnahmekletterer hält den Grad 9A für angemessener – wohl auch, weil er nur vier Tage statt wie die Erstbegeher 212 Tage für die Linie benötigte.

Wenn der Bergsport sein Fundament verliert

Bröckelnder Fels, gesperrte Wege: Wie der Klimawandel das Bergsteigen verändert lest ihr hier von Bergführer Christof Schellhammer.