Vor wenigen Tagen gelang dem Berner Oberländer Yannick Glatthard die Begehung der legendären Rissroute Greenspit im Valle dell’Orco. Im Gespräch mit LACRUX verrät Yannick, was ihm die Begehung bedeutet und ob Risskletter-Handschuhe die Route im Stil verändern.

Drei Wochen lang war Yannick Glatthard mit seiner Partnerin im Camper unterwegs. Halt machten die beiden in den Granit-Klettergebieten Val di Mello und Valle dell’Orco. Insbesondere im Valle dell’Orco hatte Yannick ein klares Ziel vor Augen: Die Route Greenspit. Nach rund einer Woche im Gebiet, gelang dem 23-Jährigen die Wiederholung der Route, mit der er sich, wie er sagt, stark verbunden fühlt.

Interview mit Yannick Glatthard über Greenspit

  • Was fasziniert dich an der Route Greenspit?
  • Du sagst, du fühlst dich stark ‚verbunden‘ mit der gesamten Geschichte der Route. Kannst du das etwas ausführen?
  • Ein Detail, dass bei Greenspit ja noch interessant ist: Hast du die Placements bei der Begehung gelegt oder waren sie schon drin?
  • Eine ganz andere Frage: Klettern mit Kneepads ist mittlerweile sehr verbreitet. Die Kletterszene ist sich einig, dass – abhängig von der Route – die Schwierigkeit einer Route verändert wird. Siehst du hier eine Parallele mit Risskletter-Handschuhen? Können Risskletter-Handschuhe – im Vergleich zu getapten Händen, eine Route einfacher machen?
  • Wie schätzt du die Sache im Falle von Greenspit ein? Verändern Risskletter-Handschuhe den Stil und/oder die Schwierigkeit der Route?
  • Welche Routen/Projekte hast du noch im Kopf und möchtest du bald angehen?
  • Was sind deine Pläne fürs kommende Jahr?

Über die Route Greenspit im Valle dell’Orco

Green Spit gehört zu den berühmtesten als auch schwierigsten Rissrouten Europas. Die Linie im italienischen Valle Dell’Orco wurde in den Achtzigerjahren von Roberto Perucca mit grünen Bohrhaken eingerichtet. 2003 entfernte der Schweizer Didier Berthod die Bohrhaken und kletterte die Route am 14. September desselben Jahres mit vorher angebrachten mobilen Sicherungen erstmals frei.

Zwei Jahre später kehrte Didier wieder zur Route zurück und kletterte sie erneut frei, dieses Mal legte er die Sicherungspunkte jedoch während der Begehung. Greenspit gilt auch heute noch als eine der schwierigsten Rissrouten Europas.

Yannick Glatthard bei der Begehung von Greenspit

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Credits: Titelbild Michelle Klee

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