In den vergangenen Wochen erreichten uns überdurchschnittlich viele Meldungen über Begehungen. Philipp Geisenhoff eröffnete eine neue schwierige Route im Basler Jura, Alexander Rohr und Dylan Chuat punkten je zwei 9a’s, Katherine Choong klettert schwierige MSL-Tour und Yannick Flohe flasht einen 8b-Boulder.

Die perfekten Kletterbedingungen im Oktober und das Ende der Wettkampfsaison resultierten in den vergangenen Wochen in zahlreichen Erfolgsmeldungen vom Fels.

Im 9a-Fieber waren die beiden Schweizer Alexander Rohr und Dylan Chuat. Innerhalb von gerade einmal zwei Wochen kletterte Rohr die Routen Meiose bei Charmey und Finite Infinity im Berner Oberland, während Chuat unter die Gimmelwald-Routen Alpenbitter und Jungfrau Marathon einen Schlussstrich zog.

Dylan Chuat bei der Begehung von Alpenbitter in Gimmelwald

Katherine Choong: Schwierige Mehrseillängenroute geklettert

Eine Route mit geringerem Schwierigkeitsgrad, dafür aber mit mehr Luft unter den Sohlen, ist «Une Jolie Fleur dans une Peau» (8b max, 300m). Die Westschweizerin Katherine Choong holt sich die freie Begehung der Route an der Paroi du Duc in der Verdonschlucht.

Was für eine Linie. Jede einzelne Seillänge ist absolut fantastisch.

Katherine Choong
Katherine Choong bei der Begehung von Une Jolie Fleur dans une Peau de Vache (8b max, 300m). Bild (Tara Kerzhner)
Katherine Choong bei der Begehung von Une Jolie Fleur dans une Peau de Vache (8b max, 300m). Bild (Tara Kerzhner)

Philipp Geisenhoff: Erstbegehung an der Falkenfluh

Stark unterwegs ist auch ein dritter Schweizer: Philipp Geissenhof. Ihm gelingt die erste freie Begehung von Cry of the Falcon an der Falkenfluh. Die verlängerte Linie bewertet Geisenhoff mit 8c+.

Es freut mich riesig, dass mir die erste freie Begehung dieser ikonischen Linie an der Falkenfluh gelang. Es handelt sich um die bis dato schwierigste Route im Gebiet.

Philipp Geisenhoff

Bei der Route Cry of the Falcon handelt es sich die Verlängerung von Thinking Fingers, ein altes Projekt von Matthias Werner.

Yannick Flohé im Boulder-Flow

Während die Schweizer Kolleginnen und Kollegen am Seil unterwegs sind, konzentriert sich der Deutsche Yannick Flohé auf maximalkräftige Züge an den Boulderblöcken. Nach einem Trip in französische Bouldermekka Fontainebleau mit Begehungen wie Dune oder The Traphouse (beide 8b+) ging es ab ins österreichische Maltatal. Dort angekommen machte Flohé kurzen Prozess mit dem Klassiker schlechthin des Gebiets, Bügeleisen (8b+), und kletterte gleichentags auch den 8b-Boulder The Power of Goodbye. Am nächsten Tag legte Flohé noch einen drauf und sicherte sich im Falle von Wrestling with an Aligator (8b) eine schwierige Flash-Begehung.

Yannick Flohé bei der Begehung von Bügeleisen

Das könnte dich interessieren

Gefällt dir unser Klettermagazin? Bei der Lancierung von LACRUX haben wir entschieden, keine Bezahlschranke (Paywall) einzuführen. Das wird auch so bleiben, denn wir möchten möglichst viele Gleichgesinnte mit News aus der Kletterszene versorgen.

Um zukünftig unabhängiger von Werbeeinnahmen zu sein und um dir noch mehr und noch bessere Inhalte zu liefern, brauchen wir deine Unterstützung.

Darum: Hilf mit und unterstütze unser Magazin mit einem kleinen Beitrag. Natürlich profitierst du mehrfach. Wie? Das erfährst du hier.

+++
Credits: Titelbild

actiontalkTV
EnglishSpanishGerman