Stefano Ghisolfi: 9b-Route The Lonely Mountain erstbegangen

Stefano Ghisolfi gelingt die Erstbegehung einer schwierigen Route in seinem Heimatgebiet Eremo di San Paolo, Italien. Als Schwierigkeitsgrad für The Lonely Mountain schlägt er vorsichtig 9b vor.

Begonnen hat alles Anfang des Jahres mit dem Einbohren einer neuen Route. Stefano Ghisolfi wollte eine relativ direkte Linie im Klettergebiet Eremo di San Paolo einrichten, schätzte einen einzelnen Abschnitt damals jedoch als unkletterbar ein. Aus diesem Grund fügte er an einer Stelle weiter links einen zusätzlichen Bolt, entstanden ist die Route Erebor (9b/+). Nach der Erstbegehung von Erebor stellte Ghisolfi fest, dass die direkte Variante eben doch kletterbar ist und begann die Puzzleteile zusammenzufügen.

„Dieser mittlere Teil ist schwierig und fügt der ganzen Sache einige knackige Züge hinzu, beginnend mit einem Dynamo von einer klitzekleinen Leiste.“

Stefano Ghisolfi

Während des Projektierens änderte Ghisolfi immer und immer wieder die Beta der einzelnen Sequenzen und optimierte sämtliche Züge, bis er der Route The Lonely Mountain vor zwei Tagen die Erstbegehung abringen konnte.

„Obwohl die Route schwieriger ist als Erebor, schlage ich symbolisch 9b als Schwierigkeitsgrad vor.“

Stefano Ghisolfi

Stefano Ghisolfi ist mit seiner Bewertung also äusserst zurückhaltend. Hintergrund ist die aktuelle Debatte um die Bewertung von Routen. In diesem Jahr erfuhren zahlreiche Routen eine teils deutliche Abwertung. Ghisolfi selbst hat ausgeteilt (hier) und eingesteckt (hier). Vor allem aber sorgte die konsequente Abwertung von Jakob Schubert vor wenigen Tagen für Diskussionen in der Kletterszene.

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Credits: Titelbild Sara Grippo

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