Das Piemont steht sinnbildlich für italienisches Flair: Kulinarische Höhenflüge, Spitzenweine, kulturelle Vielfalt, idyllische Landschaft und mit Turin eine Stadt von Weltformat. Und auch für Kletterbegeisterte bietet die flächenmässig grösste Provinz unseres südlichen Nachbars viel – der Norden beherbergt schliesslich grosse Teile der Alpen. Ein Highlight ist dabei das Ossola-Tal.

Ein Beitrag von Fabian Reichle – Bächli Bergsport

Betrachtet man unsere Landeskarte, trennt ein italienischer Keil das Wallis vom Tessin. Das ist das Ossola-Tal mit Domodossola als geografischem und verkehrstechnischem Mittelpunkt. Umgeben von der Schweiz zieht sich das Tal bis an den Lago Maggiore mit Verbania als mediterran anmutende Hauptschlagader der Region. In der wild-natürlichen Region definiert sich Dolce Vita nicht nur nach italienischem Lebensgenuss, sondern für Kletternde vor allem durch schier unerschöpfliche Möglichkeiten, allerbesten Fels an die Hände zu kriegen.

Der Norden Italiens bietet eine Vielzahl an Top-Klettergebieten.

Vom Lago Maggiore bis zum Simplon, vom Monte Rosa bis zu den Seitentälern Devero, Formazza und Vigezzo befinden sich hier hunderte erschlossene Routen, die mal sportlich, mal traditionell, mal alpin begangen werden wollen – im Speziellen seien an dieser Stelle die spektakulären Rissklettereien erwähnt, die sich in grosser Menge rund um Domodossola finden lassen.

Schwierigkeitsgradtechnisch dürfte im Ossolatal für (fast) alle etwas dabei sein. Der grösste Teil der Routen pendelt sich irgendwo zwischen 6a und 7a ein und bedient so das gesamte Spektrum von ambitionierten Plaisirkletternden, wobei es natürlich auch für Beginner und Profis genug zu tun gibt. In die Quere wird sich kaum jemand kommen, die Wände und Klettergärten sind auffallend homogen im gesamten Gebiet verteilt.

Das Gebiet als Sonnenstube, wie wir es vom gegenüberliegenden Tessin kennen, zu bezeichnen, wäre etwas vermessen. Den anbrechenden Winter wird man auch im Ossola-Tal spüren, Temperaturen und Niederschlag sind dennoch nicht auf dem Niveau, wie es viele alpine Pendants hierzulande sind. Im November beispielsweise pendelt sich die «Wärme» zwischen 5 und 10 Grad Celsius ein – wie wir ja aber alle wissen, bedeutet kalter Fels besseren Grip. Also los, ab in den Süden! Doch wohin genau bei dem hochgelobten Kletter-El-Dorado?

Ossola-Rock_Kletterführer_Baechli-Bergsport_Buch

Der beste Begleiter für einen Klettertrip in den nördlichen Zipfel des Piemonts finden Freunde und Freundinnen des Vertikalen im Buch Ossola Rock. In viel Detailarbeit haben die drei Kletter- und Bergführererfahrenen Fabrizio Manoni, Maurizio Pellizzon und Paolo Stoppini einen Führer der Extraklasse geschrieben.

Sauber in Gebiete und Sektoren gegliedert, mit vielen Fotos, Karten und Topos sowie nützlichen, schnell zugänglichen Zusatzinformationen wie beispielsweise Anfängertauglichkeit, Regensicherheit oder Besucherandrang wird hier das komplette Ossola-Tal in all seinen Facetten beleuchtet. Die deutsche Ausgabe gibt es bei Bächli Bergsport – für all jene, die vor dem Wintereinbruch nochmals Fels spüren wollen, die nächste Saison bereits jetzt planen möchten oder einfach mal wieder eine (Kletter-)Auszeit in Bella Italia benötigen.

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Über Bächli Bergsport

Bächli Bergsport ist das führende Schweizer Fachgeschäft für Klettern, Bergsteigen, Expeditionen, Wandern, Skitouren und Schneeschuhlaufen. An derzeit 13 Standorten in der Schweiz bietet Bächli Bergsport seiner Kundschaft fachkundige Beratung und hochstehenden Service. Auf LACRUX publiziert Bächli Bergsport in regelmässigen Abständen spannende Beiträge zu den Themen Klettern, Bouldern und Bergsteigen.

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Credits: Text Bächli Bergsport, Bild Paolo Sartori

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